Ehre und StärkeBlackmoore
Merithra
Charakter

Merithra

Yseras Tochter und neue Träumerin, die aus dem Schatten ihrer Mutter trat, den Smaragdgrünen Traum verteidigte und als eigener Aspekt Amirdrassil wachsen sah.

Tochter des Traums

Merithra wuchs im grünen Drachenschwarm unter einem Namen auf, der zugleich Ehre und Last war: Tochter Yseras. Ihre Mutter war die Träumerin, an den Smaragdgrünen Traum gebunden und für viele Wesen beinahe untrennbar von ihm. Merithra erbte diese Nähe, aber nicht automatisch die Gewissheit, eines Tages denselben Platz ausfüllen zu können.

Schon im Krieg der Ahnen führte sie grüne Drachen in den Ebenen Ohn'ahras. Mit Teera und den Zentauren schloss sie einen Bund, der über Jahrtausende bestehen sollte. Später kämpfte Merithra im Krieg der Sandstürme. Die Qiraji schlossen sie zusammen mit Caelestrasz und Arygos in Ahn'Qiraj ein. Tausend Jahre blieb sie gefangen, bis Sterbliche das Tor öffneten.

Führung nach dem Verlust

Nach Yseras Tod durch die Verderbnis Xavius' fiel die Verantwortung des Schwarms auf Merithra. Sie half, den Traum gegen die Leere zu verteidigen und gab grüne Drachenkraft, um das Herz von Azeroth zu stärken. Doch jeder Erfolg stand neben der Frage, ob sie nur die Abwesenheit ihrer Mutter verwaltete. Merithra führte, ohne sich den Titel der Träumerin ganz zu erlauben.

Mit der Rückkehr auf die Dracheninseln musste sie den Eidstein des grünen Schwarms erneuern und den alten Bund mit den Maruuk wiederbeleben. Die Primalisten griffen den Traum an. Um Ysera zeitweise aus Ardenwald zurückzubringen, nahm Malfurion ihren Platz ein. Mutter und Tochter standen wieder nebeneinander, doch Yseras Verbindung zum Traum hatte sich verändert.

Die Mutter gibt den Platz frei

Merithra wollte Ysera die Führung zurückgeben. Ysera lehnte ab. Sie hatte gesehen, dass ihre Tochter den Schwarm seit ihrem Tod getragen hatte. Die Weigerung war kein weiterer Verlust, sondern ein Geschenk: Merithra durfte aufhören, Führung als geliehene Aufgabe zu betrachten. Sie war nicht länger ein Kind, das den Sitz warm hielt. Sie war die Träumerin ihrer eigenen Zeit.

Diese Erkenntnis kam rechtzeitig. Fyrakk drang mit Schattenflamme in den Smaragdgrünen Traum ein und wollte Amirdrassil verbrennen. Merithra koordinierte die Verteidigung, verband Drachen, Druiden, Zentauren und Sterbliche und kämpfte am Quelltempel. Der neue Weltenbaum war nicht bloß ein Objekt des grünen Schwarms. Er trug die Hoffnung der Kaldorei und eine Zukunft, die viele Völker gemeinsam schützen mussten.

Ein neuer Aspekt

Nach Fyrakks Tod segnete Azeroth die Aspekte und gab ihnen ihre volle Macht auf neue Weise zurück. Merithra wurde nicht durch die Titanen zur Träumerin erhoben, sondern durch die Welt, deren Traum sie verteidigt hatte. Amirdrassil blühte auf den Dracheninseln, und Ysera kehrte nach einem letzten Abschied nach Ardenwald zurück.

Merithras Geschichte ist leiser als viele Drachenkriege. Ihr größter Gegner war nicht nur ein äußerer Feind, sondern die Vorstellung, jede ihrer Taten müsse an Ysera gemessen werden. Sie ehrt ihre Mutter, indem sie nicht versucht, sie zu kopieren. Der Smaragdgrüne Traum bewahrt, was Azeroth sein könnte. Unter Merithra bewahrt er nun auch die Möglichkeit, dass ein Erbe weiterlebt, ohne immer dieselbe Gestalt zu tragen.