Ehre und StärkeBlackmoore
Iridikron
Charakter

Iridikron

Iridikron trägt den Groll der Inkarnationen mit der Geduld von Stein. Er opferte selbst Fyrakks Krieg einem größeren Plan und gab Xal'atath das Dunkle Herz für die Abrechnung mit den Titanen.

Der Hunger der Erde

Iridikron war ein gewaltiger Protodrache, als die späteren Aspekte das Geschenk der Titanenhüter annahmen. Er wies diese Veränderung zurück. Wo Alexstrasza Erhebung und Auftrag sah, erkannte er einen Eingriff in die Natur der Drachen. Er verband sich mit der Erde und wurde zu einer Inkarnation, deren Zorn nicht wie ein Sturm vorüberzog. Er lagerte sich ab.

Im Krieg der Schuppen führte Iridikron die Inkarnationen mit mehr Geduld als seine Geschwister. Er wollte die Schwärme nicht nur auf dem Feld schlagen, sondern ihre Zukunft vernichten. Sein Plan sah vor, die gesamte Drachenpopulation auszulöschen, selbst wenn dabei fast alle Primalisten und auch er selbst zugrunde gingen. Schon in diesem ersten Krieg zeigte sich, dass seine Rede von Freiheit dort endete, wo andere Drachen eine eigene Wahl trafen.

Ein Gefangener, der weiterplante

Am Ende des Krieges stellte Iridikron Neltharion in den Tiefen von Harrowsdeep und überwältigte den Erdwächter mit der Macht der Erde. In seiner Not griff Neltharion erneut auf die Leere zurück, traf Iridikrons ungeschützten Kern und schlug ihn bewusstlos. So kam auch der gefährlichste Anführer der Inkarnationen in das Gewölbe.

Jahrtausende vergingen. Raszageths Befreiung öffnete schließlich auch die Zellen ihrer Geschwister. Fyrakk kam als Feuer, Vyranoth als Frost, Iridikron aber kehrte mit einem Plan zurück, der seine Gefangenschaft überdauert hatte. Er musste nicht jeden Kampf selbst gewinnen. Ihm genügte, wenn Gegner und Verbündete ihre Kraft dort verbrauchten, wo er sie haben wollte.

Fyrakk als brennende Ablenkung

Iridikron führte Fyrakk in die Zaralekhöhle zur Schattenflamme. Er wusste, dass diese Macht schon Neltharion verdorben hatte. Fyrakk glaubte, stärker als der frühere Erdwächter zu sein, trank die Flamme und verlor nach und nach das ursprüngliche Ziel der Inkarnationen aus den Augen. Während sein Bruder Inseln und später Amirdrassil bedrohte, verfolgte Iridikron einen anderen Weg.

Er nahm in Kauf, dass Fyrakks Wut Verbündete verschlang und Vyranoth entfremdete. Darin liegt Iridikrons besondere Kälte. Er musste seinen Bruder nicht belügen, solange dessen Hunger zuverlässig jede Warnung übertönte. Der große Brand band die Blicke Azeroths, während der Erdinkarnierte nach einer Waffe suchte, die nicht nur Drachen treffen sollte.

Galakronds Hunger im Dunklen Herzen

Mit dem Ewigen Drachenschwarm reiste Iridikron in die Vergangenheit zu Galakronds Sturz. Ein von Neltharion geschaffenes Relikt sollte die urzeitliche Essenz des gewaltigen Protodrachens aufnehmen. Chromie und ihre Gefährten hielten ihn zunächst auf, doch die Rettung Nozdormus zwang sie, den errungenen Augenblick rückgängig zu machen. Iridikron bekam die Zeit, die er brauchte.

Aus dem Relikt wurde das Dunkle Herz, erfüllt mit Galakronds unersättlicher Kraft. Iridikron behielt es nicht. Durch ein Leerenportal übergab er es der Vorbotin, die sich als Xal'atath erweisen sollte. Sie nutzte das Herz später gegen Dalaran, die Neruber von Azj-Kahet und das Schwarze Blut unter Khaz Algar. So reichte Iridikrons Hand in Kriege hinein, bei denen er selbst nicht auf dem Schlachtfeld stand.

Die Abrechnung, auf die er wartet

Nach Fyrakks Tod traf Iridikron Vyranoth. Sie warf ihm vor, den gemeinsamen Krieg und ihren Bruder für Neltharions Werkzeug aufgegeben zu haben. Er erwiderte, der Hunger der Leere diene seinem Ziel, den Makel der Titanen aus der Welt zu entfernen. Als Vyranoth nicht zurückkehrte, erklärte er das Band der Inkarnationen für beendet.

Iridikron verschwand mit dem Versprechen, erst wiederzukehren, wenn die Titanen ihrer Abrechnung gegenüberstehen. Ob er Xal'atath beherrscht, mit ihr handelt oder selbst Teil eines Plans geworden ist, den er nicht überblickt, bleibt offen. Sicher ist nur, wie er Gefahr versteht: nicht als Feuer, das sofort alles verzehrt, sondern als Schuld, die lange genug aufbewahrt wird, bis eine ganze Welt die Zinsen zahlen soll.