Die Verbannten aus dem Gurubashireich
Die Atal'ai waren Priester Hakkars, des Seelenschinders. Als ihr Kult das Gurubashireich in eine Katastrophe führte, wurden sie aus Zul'Gurub vertrieben. Im Sumpfland errichteten sie einen neuen Tempel. Abgeschieden von ihren Feinden wollten sie das Ritual vollenden, das Hakkar körperlich nach Azeroth bringen sollte.
Der Tempel war damit von Anfang an kein gewöhnlicher Schrein. Seine Hallen, Statuen und Opferplätze waren auf die Rückkehr eines Gottes ausgerichtet, dessen Macht Blut und Seelen verlangte.
Yseras Zorn versenkt den Tempel
Ysera und der grüne Drachenschwarm erkannten die Gefahr. Die Drachen ließen den Boden unter dem Bauwerk brechen und versenkten den Tempel in den Sümpfen. Wasser und Schlamm verschlangen große Teile der Anlage. Die Atal'ai überlebten dennoch in den Ruinen und setzten ihre Rituale fort.
Grüne Drachen unter Eranikus bewachten den Ort. Doch die Nähe zum Smaragdgrünen Traum schützte sie nicht. Der Smaragdgrüne Alptraum erreichte Eranikus und seine Gefährten, verdrehte ihre Aufgabe und machte aus Wächtern weitere Gefangene des Tempels.
Prophet Jammal'an und die Rückkehr Hakkars
Prophet Jammal'an führte die verbliebenen Atal'ai. Er glaubte, Hakkars Rückkehr werde die Verbannten wieder erheben und ihre Feinde bestrafen. Um das Ritual zu verhindern, mussten die Priester, ihre Beschützer und der Avatar Hakkars besiegt werden. Der Seelenschinder wurde dadurch nicht endgültig vernichtet, aber sein unmittelbarer Weg in die Welt blieb verschlossen.
Auch Eranikus konnte in diesem Kampf nicht einfach gerettet werden. Seine verdorbene Gestalt musste bezwungen werden, bevor sein Geist später einen längeren Weg aus dem Alptraum fand. Der Tempel verband so Trollreligion und Drachenkrieg mit einer Krankheit des Traums, die erst viel später offen über Azeroth hereinbrechen sollte.
Eine Gefahr, die untergeht und weiterlebt
Das Versenken des Tempels hatte den Kult verborgen, nicht beendet. Genau darin liegt seine Bedeutung. Gewaltige Hüter konnten eine Stätte zerstören und trotzdem nicht alle Ideen, Rituale und Bindungen auslöschen, die in ihr lebten. Unter dem Wasser arbeiteten die Atal'ai weiter, während ihre Bewacher selbst der Verderbnis erlagen.