Ein Außenposten an der Straße
Die Horde errichtete den Splitterholzposten im Osten des Eschentals, nahe der Wege nach Azshara und Durotar. Wälle, Wachtürme und schwere Holzbauten machten aus ihm eine dauerhafte Stellung. Von hier aus wurden Patrouillen entsandt, Versorgungsgüter verteilt und Verbindungen zum Kriegshymnenfällerlager gehalten.
Für die Orcs war der Posten Teil der Sicherung ihres jungen Reiches. Durotar bot wenig Holz und fruchtbaren Boden. Das Eschental lag direkt an seiner Grenze. Was aus Orgrimmar wie notwendige Versorgung wirkte, erschien den Nachtelfen als fortgesetzte Besetzung.
Der Alltag einer umkämpften Grenze
Splitterholz war nie weit vom Krieg entfernt. Nachtelfische Schildwachen griffen Transporte an, Dämonen und Satyrn bedrohten den Wald, und Furbolgstämme gerieten unter Verderbnis. Die Garnison musste deshalb gegen mehrere Feinde kämpfen, deren Ziele wenig miteinander zu tun hatten.
Im Posten lebten nicht nur Soldaten. Händler, Heiler und Reisende nutzten ihn auf dem Weg zwischen den Hordegebieten. Gerade diese Mischung machte die Stellung politisch bedeutsam: Aus einem Feldlager wurde ein Ort, den Bewohner als Teil ihrer Heimat ansahen.
Belagerung nach dem Kataklysmus
Als der Krieg zwischen Horde und Allianz eskalierte, griffen Nachtelfen den Splitterholzposten mit größerer Kraft an. Die Horde verstärkte die Befestigungen und hielt die Stellung. Das Eschental wurde dadurch noch deutlicher in Einflusszonen geteilt, die jeweils durch Straßen, Lager und Patrouillen gesichert wurden.
Der Posten blieb ein Gegenstück zu Astranaar. Beide Orte schützten ihre Bewohner und hielten zugleich einen Konflikt aufrecht, weil jede Seite die Präsenz der anderen als Gefahr betrachtete.
Notwendigkeit und Anspruch
Die Geschichte des Splitterholzpostens lässt sich nicht von der Ressourcenknappheit Durotars trennen. Sie lässt sich aber auch nicht allein damit rechtfertigen. Der Ort zeigt, wie aus einer materiellen Notlage ein dauerhafter Anspruch auf das Land anderer entsteht und wie schwer eine Grenze zu befrieden ist, sobald Menschen auf beiden Seiten dort leben.