Eine Insel im Herzen des Eschentals
Astranaar entstand auf einer Insel im Astranaarsee. Brücken verbanden die Siedlung mit den Wegen des Eschentals, während das Wasser einen natürlichen Schutz bot. Nachtelfische Schildwachen, Händler und Druiden nutzten den Ort als Stützpunkt zwischen der Dunkelküste, dem Hyjal und den tieferen Wäldern.
Das Eschental war nicht bloß eine Ansammlung von Bäumen. Für die Kaldorei lagen dort heilige Haine, alte Gräber und Erinnerungen an die Zeit vor dem Großen Bruch. Astranaar schützte deshalb nicht nur Straßen, sondern eine Landschaft, die eng mit ihrer Geschichte und Religion verbunden war.
Der Kriegshymnenklan im Wald
Als die Orcs unter Grom Höllschrei während des Dritten Krieges Holz suchten, fällten sie Bäume im Eschental. Der Kriegshymnenklan verstand das Holz als notwendige Ressource für eine neue Heimat. Die Nachtelfen sahen darin einen Angriff auf einen heiligen Wald. Aus diesem Gegensatz entstand ein Konflikt, der den gemeinsamen Sieg am Hyjal überdauerte.
Astranaar wurde zur wichtigsten Stellung der Nachtelfen gegen die Holzlager und Außenposten der Horde. Patrouillen zogen von hier aus in den Wald, während Verwundete und Flüchtlinge in die Siedlung zurückkehrten. Jeder neue Kahlschlag machte den Streit persönlicher.
Von Grenzkämpfen zum offenen Krieg
Über Jahre blieb das Eschental eine umkämpfte Grenze. Nach dem Kataklysmus griff die Horde Astranaar direkt an und setzte Teile der Siedlung in Brand. Im Krieg der Dornen wurde der Ort erneut überfallen, als Sylvanas Windläufers Armee zur Dunkelküste vorrückte.
Astranaar fiel nicht dauerhaft, aber jeder Angriff veränderte das Verhältnis zwischen Horde und Nachtelfen. Für die einen war die Siedlung ein militärisches Hindernis; für die anderen war sie ein Zuhause in einem Wald, dessen Verlust nicht durch neue Grenzen ausgeglichen werden konnte.
Die Wache im Wald
Astranaar steht für den langen Krieg um das Eschental. Der Ort blieb bewohnt, weil seine Verteidiger nicht bereit waren, den Wald aufzugeben. Seine Geschichte erklärt, warum spätere Friedensversprechen für viele Nachtelfen brüchig klangen: Die Brücken der Siedlung führten über Jahre immer wieder an dieselbe Front.