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Satyrkrieg
Ereignis

Satyrkrieg

Der zweite große Überlebenskampf der jungen Nachtelfengesellschaft, in dem Xavius' Erben Eschental verbrannten und die verbotene Rudelform aus Verteidigern die ersten Worgen machte.

Der Krieg nach dem Weltuntergang

Siebenhundert Jahre nach dem Krieg der Ahnen war die Gesellschaft der Nachtelfen noch immer jung in ihrer neuen Gestalt. Das alte Imperium lag unter dem Meer, arkane Macht war geächtet, Druiden suchten den Smaragdgrünen Traum, und Tyrandes Schildwachen hielten die wache Welt zusammen. Gerade in dieser Zeit sammelten sich jene, die Sargeras' erste Invasion überlebt hatten.

Satyrn waren einst Nachtelfen gewesen. Xavius, der erste von ihnen, hatte Verrat und dämonische Verwandlung zum Vorbild gemacht. Nach seinem Fall lebten seine Anhänger in verborgenen Gruppen weiter. Xalan der Gefürchtete vereinte sie als Soldaten der Smaragdgrünen Flamme. Verbliebene Teufelswachen und Teufelshunde schlossen sich an. Ihr Ziel war nicht Beute oder Gebiet, sondern die Vernichtung der Kaldorei, die ihren Herrn besiegt hatten.

Eschental brennt erneut

Der Angriff auf Nachtruh traf ein Volk, das gehofft hatte, der große Krieg liege hinter ihm. Teufelsmagie fraß sich durch Eschental, und die Schildwachen erlitten schwere Verluste. Shandris Mondfeder drängte darauf, die mächtigsten Druiden aus ihren Reisen im Traum zurückzurufen. Malfurion stimmte zu, als er sah, wie tief Xalans Verderbnis bereits in die Wälder reichte.

Druiden und Schildwachen schlugen gemeinsam zurück. Sie reinigten Gebiete, zerschlugen Satyrheere und drängten die Überlebenden in kleine Sekten. Doch die Not brachte auch eine Entscheidung hervor, deren Folgen Jahrtausende weiterwirkten.

Die Rudelform

Ralaar Fangfeuer und Belysra Sternenhauch suchten nach einer Gestalt, die stark genug war, Satyrn und Dämonen zu zerreißen. Sie verstärkten die verbotene Rudelform, die mit Goldrinns ungebändigter Wildheit verbunden war, und verbanden sie mit der Sense der Elune. Die Druiden des Rudels wurden zu furchtbaren Kämpfern. Zugleich verloren sie in der Form immer stärker die Herrschaft über sich.

Aus Verteidigern wurden die ersten Worgen. Ihre Klauen unterschieden im Rausch nicht mehr sicher zwischen Satyr und Nachtelf. Malfurion sah keine Möglichkeit, sie zu heilen, und schloss sie unter dem Baum Daral'nir im Smaragdgrünen Traum ein. Eine Waffe, geschaffen um die Gesellschaft zu retten, wurde aus ihrer Erinnerung verbannt.

Ein Sieg mit versiegelten Folgen

Im letzten Kampf opferte sich Mel'Thandris Sternensang und wurde mit der Sense der Elune begraben. Die Satyrn verloren jede zentrale Führung und stellten nie wieder in derselben Geschlossenheit eine Gefahr dar. Die Nachtelfen hatten gewonnen, doch viele kannten später kaum noch die Geschichte des Krieges oder die Herkunft der Worgen.

Malfurion gründete mit anderen Druiden den Zirkel des Cenarius, um Missbrauch druidischer Macht künftig zu verhindern. Darin lag eine wichtige Lehre: Naturmagie ist nicht automatisch gut, nur weil sie keine arkane oder dämonische Quelle hat. Auch eine heilige Wildheit kann Leben vernichten, wenn Stärke von Selbstbeherrschung getrennt wird.

Der Satyrkrieg verbindet deshalb den Krieg der Ahnen mit Gilneas und dem späteren Worgenfluch. Was Jahrtausende danach wie eine neue Seuche erschien, war die Rückkehr einer versiegelten Kriegsentscheidung. Die Kaldorei hatten ihre Kämpfer eingeschlossen und die Erinnerung verblassen lassen. Doch Geschichte verschwindet nicht, weil eine Tür im Traum geschlossen bleibt. Sie wartet, bis jemand die Sense wieder aus der Erde hebt.