Der Weg nach Untere Schwarzfelsspitze
Die Untere Schwarzfelsspitze war die ausgedehnte Kaserne der Dunklen Horde. In der alten Dunkeleisenfestung lebten Schwarzfelsorcs neben den Felsspitzogern und den Gluthauertrollen, während Spinnenbrut und Worgzucht ganze Gänge beherrschten. Rend Schwarzfaust nannte diese Streitmacht die wahre Horde, doch über ihren Lagern standen General Drakkisath, Oberanführer Wyrmthalak und schließlich Nefarian. So führte jeder Weg durch die unteren Hallen zugleich durch ein Bündnis, dessen einzelne Völker an die Machtpläne eines schwarzen Drachen gebunden waren. In Kriegsmeister Voone erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Als Zul'jin die Waldtrollstämme mit der alten Horde gegen die Allianz führte, kommandierte Voone keine schwerfällige Front. Er leitete kleine Einsatzgruppen, die tief in hochelfisches Gebiet eindrangen. Solche Unternehmungen verlangten Orientierung, Geduld und die Bereitschaft, weit entfernt von Verstärkung Entscheidungen zu treffen. Schon damals war Voones wichtigste Waffe nicht die Axt, sondern sein Blick für eine aussichtslose Lage.
Der Stratege einer falschen Horde
Nach der Niederlage blieb der Gluthauerstamm im Schwarzfels, während andere Trolle die alte Allianz mit den Orcs aufgaben oder später Thralls Weg anerkannten. Voone schloss sich Rends Dunkler Horde nicht aus Glauben an Schwarzfausts Ideologie an. Er wollte ihr führender Stratege sein. Gerade weil die Splittergruppe als Außenseiter gegen stärkere Feinde stand, erschien sie ihm als würdige Herausforderung.
In Tazz'Alor sammelten sich Berserker, Axtwerfer, Mystiker und Schattenjäger. Voone führte keine einförmige Truppe, sondern verband verschiedene Kampfkünste seines Stammes mit der größeren Kriegsmaschine der Spitze. Hinter ihm lag eine der Mosh'aru-Tafeln, ein Stück trollischer Überlieferung inmitten einer Festung, deren politische Zukunft von Orcs und Drachen bestimmt wurde.
Mor Grauhufs Qual
Der Druide Mor Grauhuf überlebte zunächst den Sturz in die unteren Hallen, als Spektralassassinen seine Gefährten jagten. Dann geriet er in Voones Hände. Der Kriegsmeister ließ ihn beinahe zu Tode foltern, bevor die Assassinen ihr Werk vollendeten. Diese Tat zeigt den Strategen ohne romantischen Schleier: Voone suchte schwierige Siege, aber er war ebenso bereit, einen Gefangenen systematisch zu brechen.
Wenn Gegner ihn erreichten, wechselte Voone seine Art zu kämpfen. Schnelle Hiebe, geworfene Äxte, schwere Schläge und Unterbrechungen folgten aufeinander. Der Stratege stand nicht hinter einer Karte und schickte nur andere in den Tod. Er behandelte den eigenen Kampf wie eine Lage, die sich ständig veränderte und auf jede neue Schwäche mit einer anderen Technik antwortete.
Der Außenseiter verliert seine Wette
Horde und Allianz kamen aus verschiedenen Gründen in die Spitze, doch beide trafen auf einen Stamm, der lange an einer verlorenen Vergangenheit festgehalten hatte. Voones Fall beendete seine letzte große Wette. Der Schwarzfels hatte ihm jahrelang die Bühne für Widerstand gegen stärkere Mächte gegeben; am Ende führte genau diese Treue zur Außenseiterrolle den Feind bis in sein eigenes Tazz'Alor.