Ehre und StärkeBlackmoore
Mor Grauhuf
Bosse

Mor Grauhuf

Mor Grauhuf war ein Taurendruide des Zirkels des Cenarius und das erste Opfer der Abenteurergruppe Verhüllte Klinge. Er überlebte einen Sturz in die untere Spitze, wurde von Voone gefoltert und schließlich von Spektralassassinen getötet; als Geist blieb er in der Kammer seines Peinigers zurück.

Der Weg nach Untere Schwarzfelsspitze

Die Untere Schwarzfelsspitze war die ausgedehnte Kaserne der Dunklen Horde. In der alten Dunkeleisenfestung lebten Schwarzfelsorcs neben den Felsspitzogern und den Gluthauertrollen, während Spinnenbrut und Worgzucht ganze Gänge beherrschten. Rend Schwarzfaust nannte diese Streitmacht die wahre Horde, doch über ihren Lagern standen General Drakkisath, Oberanführer Wyrmthalak und schließlich Nefarian. So führte jeder Weg durch die unteren Hallen zugleich durch ein Bündnis, dessen einzelne Völker an die Machtpläne eines schwarzen Drachen gebunden waren. In Mor Grauhuf erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Mor Grauhuf war unter den Druiden des Zirkels kein Fremder. Viele kannten ihn als engen Freund, bevor er sich der Abenteurergruppe Verhüllte Klinge anschloss. Diese Gemeinschaft zog nicht als namenlose Schar durch die Welt. Ihre Mitglieder kannten einander, teilten Gefahren und hinterließen nach ihrem Scheitern eine Spur aus persönlichen Verlusten.

Der erste Fall der Verhüllten Klinge

Spektralassassinen verfolgten die Gruppe durch die Schwarzfelsspitze. Auf der Flucht stürzte Mor in die unteren Bereiche. Seine Gefährten mussten glauben, er sei als Erster gestorben. Tatsächlich überlebte der Tauren den Fall. Für einen kurzen Augenblick schien die Tiefe ihn gerettet zu haben; dann fanden ihn die Gluthauertrolle von Tazz'Alor.

Kriegsmeister Voone ließ Mor beinahe zu Tode foltern. Was der Troll von ihm erfahren wollte, wird nicht eindeutig überliefert. Sicher ist nur, dass Mors Überleben sich in eine längere Qual verwandelte. Die Spektralassassinen holten ihn schließlich auch dort ein und vollendeten den Mord, dem er beim Sturz entkommen war.

Ein Geist in der Kammer des Peinigers

Mor fand keine Ruhe. Sein Geist blieb in Voones Raum und konnte später mit einem geweihten Räuchergefäß herbeigerufen werden. Damit kehrte er nicht an einen geliebten Hain oder zu seinen Freunden zurück, sondern an den Ort seiner Folter. Der Raum hielt Täter und Opfer zugleich in seiner Erinnerung fest.

Als Geist bewahrte Mor Formen und Zauber seiner druidischen Ausbildung. Mondfeuer, Hurrikan, Tiergestalten und Heilung machten die Beschwörung zu einer Prüfung. Diese Gewalt bedeutete nicht, dass Mor sich freiwillig gegen jene stellte, die ihn riefen. Er gehörte zu einer Reihe ruheloser Gefallener, deren Geister erst bezwungen werden mussten, damit die Geschichte der Verhüllten Klinge ein Ende finden konnte.

Die Klinge wird durch ihre Toten sichtbar

Mor war nicht wichtig, weil er ein Reich regierte. Seine Bedeutung entstand aus Beziehung: Freunde im Zirkel, Gefährten auf der Flucht, ein Peiniger in Tazz'Alor und jene, die seinen Geist später suchten. Durch ihn erhielt die verlorene Abenteurergruppe ein Gesicht. Der Dungeon war für ihn kein Schlachtfeld voller Beute, sondern der Ort, an dem ein Überlebender erst gebrochen und dann selbst nach dem Tod festgehalten wurde.