Ehre und StärkeBlackmoore
Abu'gar
Charakter

Abu'gar

Abu'gar ist ein Dschungeltroll-Todesritter, der einst zu Arthas' Streitkräften gehörte, Nordend aber für seine Leidenschaft zum Angeln hinter sich ließ. Im alternativen Nagrand verlor er seine Ausrüstung und schloss sich nach deren Wiederbeschaffung einer Garnison an; später fischte er auf den Dracheninseln.

Todesritter und Dschungeltroll

Abu'gar ist ein Dschungeltroll und Todesritter. Eine interne Beschreibung seiner Anwerbung bezeichnet ihn als früheres Mitglied von Arthas' Legionen, das aus Nordend entkam. Damit gehört er zu jener Generation von Todesrittern, deren Existenz mit dem Lichkönig und der Geißel verbunden ist. Wann genau er starb, erhoben wurde oder die Kontrolle zurückgewann, wird nicht erzählt.

Diese Lücken sind bedeutsam. Seine Klasse erlaubt keine sichere Rekonstruktion einer persönlichen Begegnung mit Arthas, und die Quellen nennen keinen Orden, dem er später beitrat. Belegt sind die frühere Zugehörigkeit, die Flucht aus Nordend und ein auffallend friedliches Ziel: Abu'gar wollte seine Freiheit vor allem zum Angeln nutzen.

Wie gelangte er nach Draenor?

Während des Feldzugs gegen die Eiserne Horde hielt sich Abu'gar im alternativen Nagrand auf. Dieses Land gehörte zu einer anderen Vergangenheit Draenors und war über das umgestaltete Dunkle Portal mit Azeroth verbunden. Viele Kämpfer, Händler und Abenteurer gingen durch dieses Portal. Für Abu'gar wird der konkrete Reiseanlass jedoch nicht beschrieben.

Man kann daher feststellen, dass er Nagrand erreichte, nicht aber, wer ihn dorthin schickte oder ob er einer offiziellen Expedition angehörte. Sein Verhalten spricht eher für eine persönliche Suche nach guten Fischgründen als für einen militärischen Auftrag. Das bleibt eine naheliegende Deutung seiner belegten Tätigkeit, keine zusätzliche Reisechronik.

Verlorene Angelausrüstung

Auf dem Weg zu einem geeigneten Angelplatz griffen örtliche Wesen Abu'gar an und zerstörten oder verstreuten seine Ausrüstung. Drei Ersatzstücke lagen danach über Nagrand verteilt: eine Angelrute, eine Angelschnur und ein besonderer Köder. Erst zusammen ergaben sie wieder eine Ausrüstung, mit der er seiner Leidenschaft nachgehen konnte.

Die Suche führte durch ein Gebiet, in dem Kriegshymnenorcs, Oger des gorianischen Imperiums, Tiere und andere Gefahren um Raum kämpften. Abu'gars Problem blieb bewusst alltäglich. Während Armeen um Oshu'gun und Hochfels rangen, wollte ein ehemaliger Diener des Lichkönigs wieder fischen. Gerade dieser Gegensatz verleiht der Figur ihren erkennbaren Charakter.

Gefolgsmann der Garnison

Wer Abu'gars drei Ausrüstungsstücke fand und zu ihm zurückbrachte, konnte ihn als Gefolgsmann gewinnen. Seine Entscheidung beruhte damit auf konkreter Hilfe und war beiden Fraktionen möglich. Die Garnison erhielt keinen gewöhnlichen Fischer, sondern einen kampferfahrenen Todesritter, der Blut, Runen und Schattenmagie einsetzen konnte.

Seine Fähigkeiten umfassten das Unterbrechen gegnerischer Zauber sowie Angriffe gegen mehrere Feinde. Sie erinnern an die Gewalt seiner früheren Existenz, ohne das Angeln zur bloßen Tarnung zu erklären. In seinen Gesprächen verband Abu'gar vielmehr beides: Er dachte über Runen an einer Angelrute nach, prahlte mit widerstandsfähiger Schnur und suchte weiterhin nach dem besten Fang.

Ein späterer Fang auf den Dracheninseln

Jahre nach dem Draenorfeldzug tauchte Abu'gar auf den Dracheninseln wieder auf. In den Küsten des Erwachens stand er bei den Ruinen des Lebensgewölbes und fischte. Er erklärte, sein besonderer Voodooköder bringe die großen Fische an die Leine. Die Szene bestätigt, dass er Draenor wieder verlassen hatte und seine persönliche Suche fortsetzte.

Auch hier wird kein Reisebericht nachgereicht. Zwischen Garnison und Dracheninseln fehlen viele Jahre. Abu'gar erscheint deshalb nicht als heimlicher Teilnehmer aller dazwischenliegenden Kriege. Seine nachgewiesenen Stationen sind Nordend, das alternative Nagrand und die Küsten des Erwachens; die Verbindungen dazwischen bleiben unerzählt.

Eine kleine Geschichte über Freiheit

Abu'gar ist keine zentrale Gestalt im Krieg gegen die Eiserne Horde. Seine Geschichte erklärt weder den Feldzug noch die Politik Nagrands. Sie zeigt aber, was persönliche Freiheit für einen ehemaligen Diener der Geißel bedeuten kann. Nach einer Existenz unter Arthas' Herrschaft bestimmt nicht mehr ein Lichkönig sein Ziel, sondern eine Angelstelle.

Diese Lesart braucht keine erfundene Läuterung. Abu'gar spricht nicht ausführlich über Schuld, Tod oder seine Befreiung. Sicher ist nur, dass er Nordend entkam, das Angeln liebte, erhaltene Hilfe erwiderte und später weiterhin selbst über seinen Aufenthaltsort entschied. Das wenige Belegte ergibt bereits eine vollständige, wenn auch bewusst schmale Figur.