Lorenhall macht aus jeder Krise einen Markt
Nach Ansureks Sturz endet Xal'ataths Einfluss in Khaz Algar nicht. Unter den bekannten Reichen liegt Lorenhall, eine Stadt aus Werkstätten, Verträgen, Bohrtürmen und Kartellgrenzen. Goblins haben hier eine Ordnung geschaffen, in der selbst Sicherheit, Luft und Fluchtwege einen Preis besitzen. Das macht Lorenhall nicht nebensächlich. Wo andere Mächte um Glauben oder Herrschaft kämpfen, entscheidet hier der Zugang zu Rohstoffen darüber, wer den nächsten Krieg führen kann.
Jastor Gallywix hat die Horde verlassen, aber nicht die Gewohnheit, jedes Bündnis als Geschäft zu betrachten. Xal'ataths Pläne bieten ihm Schutz, Einfluss und eine Kundschaft, die keine moralischen Einwände kennt. Sein Ziel ist nicht die Vernichtung Azeroths. Er will an der kommenden Katastrophe verdienen und danach zu jenen gehören, denen noch etwas gehört.
Gazlowe versucht zu beweisen, dass ein Goblinkartell mehr sein kann als der Besitz seines Handelsprinzen
Nach Gallywix' Flucht übernimmt Gazlowe die Führung des Bilgewasserkartells. Gazlowe ist selbst Händler und Erfinder, aber er kennt den Unterschied zwischen Gewinn und Ausbeutung. In Ratchet und während vieler Feldzüge hat er erlebt, dass Arbeiter nur dann gute Maschinen bauen und Risiken tragen, wenn ihr Anführer ihre Leistung nicht als unbegrenzt verfügbaren Besitz behandelt.
Lorenhall führt ihn in das Zentrum goblinischer Macht. Die Stadt ist ein Geflecht konkurrierender Kartelle, Verträge, Werkstätten und Schulden. Gallywix kehrt nicht einfach als abgesetzter Handelsprinz zurück. Er nutzt Beziehungen zu Xal'atath und den Einfluss des Dunkelfusionskonzerns, um erneut zu beweisen, dass jede Person und jede Krise einen Preis besitzt, den er bestimmen kann.
Gazlowe muss andere Kartelle gewinnen, ohne selbst dieselben Methoden zu übernehmen. Seine Führung wird daran gemessen, ob er Bündnisse als Handel zwischen Partnern oder als Gelegenheit zur späteren Kontrolle versteht. Der Konflikt in Lorenhall ist deshalb kein Bruch mit goblinischer Kultur. Er ist ein Streit darüber, ob Erfindungsgeist, Ehrgeiz und Handel zwangsläufig bedeuten, dass der Reichste über das Leben aller anderen verfügen darf.
Gallywix baut seine letzte Festung aus Schulden, Spionage und einer Macht, die er nicht versteht
Jastor Gallywix hat Kezan überlebt, die Horde verlassen und dennoch nie geglaubt, endgültig verloren zu haben. Er betrachtet Beziehungen als Konten. Wer ihm geholfen hat, ist investiertes Kapital; wer ihn verraten hat, schuldet ihm Zinsen. In Lorenhall findet er ein Umfeld, in dem diese Denkweise lange erfolgreich war, und verbindet sie mit Technologien, die durch Xal'ataths Einfluss gefährlich erweitert werden.
Der Weg zur Befreiung Lorenhalls führt durch die verschiedenen Machtzentren der Stadt. Jeder besiegte Aufseher, Erfinder und Kartellvertreter zeigt einen Teil des Systems, das Gallywix schützt. Er herrscht nicht nur durch persönliche Stärke. Er sorgt dafür, dass genügend Menschen am Fortbestand seiner Ordnung verdienen oder zu viel Angst vor dem Preis eines Widerspruchs haben.
Sein Fall beendet diese Verträge nicht automatisch. Gazlowe und die Kartelle müssen danach eine Stadt regieren, deren Wirtschaft, Loyalitäten und Arbeitsplätze mit Gallywix' Netz verwachsen sind. Die Befreiung ist deshalb erst der Anfang einer schwierigeren Aufgabe: Lorenhall muss lernen, Handel zu treiben, ohne wieder den nächsten Mann an die Spitze zu setzen, der Eigentum mit Herrschaft verwechselt.
Im Sitzungssaal wird sichtbar, wie Gallywix seine Stadt beherrscht. Er kennt die Preise, Schwächen und Schulden der Kartelle. Xal’atath bietet ihm die eine Ware an, die er nie dauerhaft kaufen konnte: unangefochtene Macht.
Im Garbagio endet der Chromkönig in seiner eigenen Maschine. Doch das Dunkle Herz ist bereits fort. Der Phasendieb Azir hat es an sich genommen, und Gallywix erkennt zu spät, dass selbst er in Xal'ataths Geschäften nie der klügste Betrüger im Raum war.