Ein Draenei mit großer Stimme
T'paartos wuchs unter den Draenei auf, deren Geschichte von Flucht geprägt war. Erinnerungen an Draenor, die Vernichtung vieler Siedlungen und die Reise der Exodar gehörten zur Welt seines Volkes, auch wenn nicht jedes Erlebnis sein eigenes war. Er begegnete dieser Last mit auffälligem Selbstvertrauen. Seinen Namen rief er wie eine Ankündigung, und jede Aufgabe klang bei ihm zunächst wie der Beginn einer Heldentat.
Hinter dieser Lautstärke lag jedoch keine bloße Eitelkeit. T'paartos wollte beweisen, dass er den Überlebenden, Kämpfern und Glaubenshütern seines Volkes ebenbürtig war. Je größer seine Vorbilder wurden, desto schwerer fiel es ihm, eigene Zweifel zuzugeben. Sein Humor und seine Prahlerei schützten ihn vor der Frage, ob er wirklich stark genug war.
Nach dem Krieg auf Argus
Als die Legion auf Argus besiegt war, schlossen sich die Lichtgeschmiedeten Draenei der Allianz an. Einige Draenei von der Exodar wollten denselben Weg gehen. Lichtgeschmiedet zu werden bedeutete mehr, als neue Rüstung oder Macht zu erhalten. Der Bewerber musste sich dem Licht vollständig öffnen und in der Schmiede der Äonen eine Reihe innerer Prüfungen bestehen.
T'paartos meldete sich mit seiner üblichen Entschlossenheit. Die Entscheidung war verständlich: Die Lichtgeschmiedeten hatten Jahrtausende gegen die Legion gekämpft und verkörperten eine Standfestigkeit, die er bewunderte. Doch die Prüfung verlangte nicht, dass er wie ein anderer Held wurde. Sie zwang ihn, die verschiedenen Seiten seiner eigenen Persönlichkeit anzusehen.
Die Schmiede der Äonen
In der Schmiede begegnete T'paartos Bildern seiner selbst. Da war der prahlerische T'paartos, der ängstliche, der gütige, der tapfere und der starke. Jede Gestalt trug eine Wahrheit, die er sonst voneinander trennte. Seine Angst war nicht der Beweis, dass sein Mut falsch war. Seine Güte machte ihn nicht schwach. Selbst seine übertriebene Zuversicht war aus dem Wunsch entstanden, anderen Hoffnung zu geben und die eigene Unsicherheit zu überwinden.
Die härteste Begegnung galt dem Gefühl, unzulänglich zu sein. T'paartos musste akzeptieren, dass Lichtschmiedung keine Fehler auslöschte. Das Licht verlangte keine makellose Fassade, sondern Ehrlichkeit und die Bereitschaft, trotz Angst zu handeln. Erst als er aufhörte, einen Teil seiner selbst zu verleugnen, konnte er die Prüfung beenden.
Ein Lichtgeschmiedeter der Exodar
T'paartos bestand die Zeremonie und wurde zu einem der ersten Draenei der Exodar, die nach dem Argusfeldzug lichtgeschmiedet wurden. Damit verband er zwei Erfahrungen seines Volkes. Er stammte aus der Gemeinschaft der Flüchtlinge, die auf Azeroth eine Heimat gefunden hatte, und trat zugleich in die Tradition jener ein, die den langen Krieg im Kosmos geführt hatten.
Seine Persönlichkeit verschwand dadurch nicht. T'paartos blieb laut, begeistert und manchmal komisch. Die Prüfung hatte ihn nicht in einen stillen Heiligen verwandelt. Sie gab seiner Stärke einen anderen Grund: Er musste sich nicht mehr größer machen, um seine Zweifel zu verbergen. Er konnte sie kennen und trotzdem vorangehen.
Warum sein Mut anders wirkt
T'paartos steht nicht im Mittelpunkt großer Feldzüge. Seine Geschichte ist kleiner und persönlicher, aber gerade deshalb wichtig. Die Draenei werden oft über Propheten, Naaru und kosmische Kriege erzählt. An ihm zeigt sich, was diese Ideale im Leben eines Einzelnen bedeuten. Er trägt dieselben Erwartungen, ohne selbst Velen, Maraad oder Turalyon zu sein.
Sein Weg durch die Schmiede erklärt außerdem, dass Mut in Azeroth nicht nur im Sieg über einen Feind liegt. Manchmal beginnt er in dem Augenblick, in dem ein Mensch oder Draenei aufhört, seine Angst als Schande zu behandeln. T'paartos darf danach weiterhin seinen Namen rufen. Der Unterschied ist, dass er nun weiß, wer hinter dieser Stimme steht.