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Tempel des Weißen Tigers
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Tempel des Weißen Tigers

Im Tempel des Weißen Tigers bewahrt Xuen die Erinnerung an seinen Kampf gegen Lei Shen. Hier prüft er Fremde, bevor sich das Tal der Ewigen Blüten öffnet, und hier wird später über Garrosh Höllschrei Gericht gehalten.

Das Heiligtum Xuens

Hoch in Kun-Lai steht der Tempel des Weißen Tigers. Xuen hatte dort schon vor dem Aufstieg des Pandarenreiches über Stärke und Verantwortung gewacht. Als Lei Shen die Völker der Berge unterwerfen wollte, stellte sich der Himmlische Erhabene dem Donnerkönig. Nach dreißig Tagen verlor Xuen den Kampf. Die Niederlage machte seinen Tempel nicht bedeutungslos. Sie bewahrte die Erinnerung daran, dass auch ein mächtiger Beschützer scheitern kann und dennoch Maßstäbe für spätere Generationen setzt.

Die Mönche des Tempels verstanden Stärke nicht als bloße Überlegenheit. Selbstbeherrschung, Ausdauer und die Bereitschaft, eigene Motive prüfen zu lassen, gehörten dazu. Wer Xuens Zustimmung suchte, musste deshalb mehr zeigen als Kampfkraft. Der Weiße Tiger interessierte sich dafür, was jemand mit einer geöffneten Tür tun würde, sobald niemand mehr seine Absichten kontrollierte.

Das Tor zum Tal der Ewigen Blüten

Nach dem Eintreffen von Horde und Allianz berieten die Himmlischen Erhabenen, ob Fremde das lange verschlossene Tal der Ewigen Blüten betreten durften. Xuen ließ Vertreter beider Seiten gegeneinander antreten. Er wollte nicht ermitteln, welche Fraktion moralisch überlegen war. Er prüfte, ob ihre Anführer genug Disziplin besaßen, um Verantwortung für die Macht im Tal zu tragen.

Die Tore öffneten sich schließlich. Die Entscheidung erwies sich als riskant. Im Tal errichteten beide Fraktionen Heiligtümer, und Garrosh begann bald, nach Mogu-Waffen zu suchen. Später ließ er das Herz Y'Shaarjs in die heiligen Gewässer werfen. Xuen hatte den Fremden eine Möglichkeit gegeben, nicht eine Garantie. Der Tempel erinnert deshalb daran, dass Vertrauen immer auch die Freiheit einschließt, es zu missbrauchen.

Der Prozess gegen Garrosh

Nach der Belagerung Orgrimmars wurde Garrosh nicht hingerichtet. Im Tempel des Weißen Tigers sollte ein Prozess klären, ob er für seine Verbrechen sterben müsse. Vertreter vieler Völker sagten aus, darunter Menschen, die Angehörige, Städte oder ihre Sicherheit durch seine Entscheidungen verloren hatten. Taran Zhu leitete das Verfahren, während Baine Bluthuf aus Pflicht die Verteidigung übernahm.

Bevor ein Urteil gesprochen wurde, griff Kairozdormu ein und befreite Garrosh. Der Tempel wurde damit erneut zum Ort einer unvollendeten Prüfung. Die Zeugen hatten ihre Geschichte erzählt, doch der Angeklagte entkam in ein anderes Draenor. Ausgerechnet an Xuens Heiligtum zeigte sich, dass Recht nur wirken kann, wenn auch mächtige Beteiligte seine Grenzen akzeptieren. Kairoz tat es nicht und öffnete den Weg zur Eisernen Horde.