Unter einem Berg voller Kriege
Der Schwarzfels war schon lange vor dem Kataklysmus ein Ort übereinanderliegender Konflikte. In seinen oberen Hallen hatte Nefarian den schwarzen Drachenschwarm und seine Experimente versammelt, während tief darunter die Dunkeleisenzwerge und Ragnaros um Macht rangen. Zwischen diesen Reichen verliefen Höhlen, Stollen und alte Wege, die kaum eine Fraktion vollständig kontrollierte.
Die Schwarzfelshöhlen gehörten zu diesem unterirdischen Netz. Sie lagen nahe genug an wichtigen Zugängen, um Truppen und Gefangene unbemerkt durch den Berg zu bewegen. Als der Schattenhammer nach Todesschwinges Rückkehr neue Stützpunkte brauchte, fand der Kult dort einen Ort, der bereits von Feuer, Drachen und alten Feindschaften geprägt war.
Der Schattenhammer zieht ein
Der Kult machte aus den Höhlen ein Heiligtum des Zwielichts. Seine Anhänger wollten nicht einfach Todesschwinges Armee vergrößern. Sie glaubten, dass das Ende der bestehenden Welt eine Erlösung sei. In den Kammern des Schwarzfels verbanden sie diese Religion mit praktischer Vorbereitung: Gefangene wurden verhört, Körper verändert und neue Diener ausgebildet.
Rom'ogg Knochenbrecher bewachte den äußeren Bereich und hielt Gefangene in Ketten. Hinter ihm wartete Corla, eine Heroldin des Zwielichts, die Kultisten mit der Energie gefangener Netherdrachen verwandelte. Die Höhlen waren damit nicht nur Kaserne. Sie waren eine Produktionsstätte für fanatische und körperlich veränderte Kämpfer.
Drachen als Energiequelle
Corlas Ritual zeigt die Verbindung zwischen den Schwarzfelshöhlen und den größeren Drachenexperimenten des Kataklysmus. Der Schattenhammer betrachtete Drachen nicht als heilige Wesen, sondern als Quellen besonderer Kraft. Gefangene Netherdrachen wurden angezapft, damit Kultisten zu entwickelten Dienern des Zwielichts aufsteigen konnten.
Diese Verwandlung folgte demselben Denken wie der Rat der Aszendenten oder Halfus' Gefängnisse in Cho'galls Bastion. Der Kult nahm bestehendes Leben, löste es aus seinem Zusammenhang und machte es zu Material. Dass die Opfer empfindende Wesen waren, spielte keine Rolle, solange ihre Kraft der Stunde des Zwielichts diente.
Karsh, Bella und Obsidius
Tiefer im Höhlensystem bewachte Karsh Stahlbieger die Schmieden. Seine Rüstung konnte nur durch die Hitze der zentralen Säule geschwächt werden, doch dieselbe Hitze machte ihn gefährlicher. Der Kampf gegen ihn spiegelte die Logik des Schwarzfels: Feuer war zugleich Werkzeug, Schutz und Bedrohung.
Die riesige Kernhundmatriarchin Bella und ihre Jungen besetzten weitere Kammern, bevor Aszendentenfürst Obsidius am Ende der Anlage wartete. Obsidius hatte den Übergang vom Kultisten zum elementaren Aszendenten vollzogen. Er verkörperte das Ziel jener Rituale, die Corla an ihren Anhängern vorbereitete.
Ein früher Blick auf den Plan
Die Eroberung der Schwarzfelshöhlen beendete nicht den Schattenhammer, aber sie legte seine Methoden offen. Noch bevor die Bastion des Zwielichts gestürmt wurde, sahen Azeroths Verteidiger, wie der Kult Gefangenschaft, Drachenenergie und elementare Verwandlung miteinander verband.
Der Ort ist deshalb ein wichtiges Bindeglied der Cataclysm-Geschichte. Er führt vom verwüsteten Schwarzfels zu Cho'galls größerem Netzwerk und schließlich zu den Experimenten Nefarians. Unter dem Berg liefen mehrere Pläne Todesschwinges zusammen, und die Schwarzfelshöhlen waren einer der ersten Orte, an denen diese Verbindungen sichtbar wurden.