Ehre und StärkeBlackmoore
Aszendentenfürst Obsidius
Bosse

Aszendentenfürst Obsidius

Obsidius war einst Dessirik der Verkommene, ein grausamer Schamane des Schattenhammers. Als Lohn erhielt er den Aufstieg und wurde zu einem Wesen elementarer Schattenmacht. In der tiefsten Kammer wechselte er den Platz mit seinen eigenen Schatten und machte selbst eindeutige Gestalt zu einer unsicheren Wahrheit.

Der Weg nach Schwarzfelshöhlen

Tief unter dem Schwarzfels verwandelte der Schattenhammer alte Gänge in ein Heiligtum der Umformung. Oger, gefangene Drachen und fanatische Kultisten waren dort keine Gefährten, sondern Rohstoffe für Cho'galls Krieg. Jede Kammer führte tiefer in eine Ordnung, in der Schmerz als Prüfung, Verderbnis als Aufstieg und der Verlust der eigenen Gestalt als Auszeichnung galt. In Aszendentenfürst Obsidius nahm ein eigener Teil dieses Angriffs Gestalt an.

Bevor der Titel Aszendentenfürst seinen alten Namen verdrängte, war Obsidius ein Schamane namens Dessirik. Sein Beiname der Verkommene war kein Urteil seiner Feinde, sondern passte zu einem Leben, in dem Grausamkeit und bedingungslose Hingabe als Tugenden galten. Er diente dem Schattenhammer so vollständig, dass der Kult ihn für eine seiner höchsten Belohnungen auswählte.

Der Aufstieg

Beim Aufstieg wurde ein Sterblicher durch ein finsteres Ritual mit elementarer Macht verschmolzen. Es war keine harmonische Verbindung wie jene, die verantwortungsvolle Schamanen suchten. Der Körper wurde umgeschrieben, bis aus dem Menschen ein Aszendent entstand: stärker, fremder und tiefer an die Ziele des Kultes gebunden als zuvor.

Dessirik erhielt Macht, verlor aber die Gestalt, in der er sie sich verdient hatte. Von nun an hieß er Obsidius und trug den Rang eines Fürsten. Der Schattenhammer nannte dies Erhebung. Doch eine Gabe, nach der vom Empfänger kaum mehr als Erinnerung und Gehorsam bleiben, unterscheidet sich nur wenig von einer besonders feierlichen Hinrichtung.

Schatten als zweite Körper

In den Tiefen der Höhlen begleiteten Obsidius dunkle Abbilder. Sie griffen nicht mit derselben Gewalt an wie ihr Herr, doch ihre Berührung schwächte Heilung und zermürbte jede Verteidigung. Die Schatten waren keine bloße Verzierung seiner Macht. Sie hielten Gegner beschäftigt und bereiteten den Augenblick vor, in dem Obsidius die Ordnung des Kampfes neu verteilte.

Obsidius konnte unvermittelt mit einem seiner Schatten die Gestalt tauschen. Der Aszendent stand plötzlich dort, wo eben noch nur ein Abbild gewesen war, während seine frühere Position zur Täuschung wurde. Wer glaubte, den gefährlichsten Körper sicher gebunden zu haben, musste in einem Augenblick neu erkennen, was wirklich und was nur wartender Schatten war.

Elementarmacht ohne Bund

Seine Angriffe verbanden Stein, Donner und Dunkelheit, doch nichts daran erinnerte an ein Gespräch mit den Elementen. Obsidius führte Macht wie ein Besitzer, der jedes Wesen unter sich als austauschbares Werkzeug betrachtete. Darin war er die vollkommene Schöpfung des Schattenhammers: ein Schamane, dem Beziehung genommen und Herrschaft als Ersatz gegeben worden war.

Mit Obsidius fiel der letzte Wächter der Schwarzfelshöhlen. Sein Tod zeigte, dass der Aufstieg Sterbliche verwandeln, aber nicht unfehlbar machen konnte. Dessiriks Belohnung hatte ihm einen neuen Namen, mehrere Gestalten und große Kraft gegeben. Sie hatte ihm jedoch keinen Ort außerhalb von Cho'galls Krieg gelassen, an den er nach einer Niederlage hätte zurückkehren können.