Shaohaos Vermächtnis
Vor dem Großen Bruch erkannte Kaiser Shaohao, dass Pandaria nicht nur von äußeren Feinden bedroht wurde. Die Sha konnten Angst, Zorn, Zweifel und andere Gefühle in körperliche Wesen verwandeln. Nachdem Shaohao seine eigenen Lasten überwunden hatte, gründete er die Shado-Pan. Der Orden sollte dort wachen, wo gewöhnliche Soldaten gegen einen Feind kämpfen müssten, der aus ihren eigenen Herzen Kraft zog.
Die Shado-Pan blieben bewusst klein. Ihre Mitglieder wurden ausgebildet, Körper und Geist unter größtem Druck zu kontrollieren. Sie bewachten die Mauer gegen die Mantid, beobachteten die Mogu und jagten Sha-Ausbrüche, bevor sie Siedlungen erreichten. Viele Pandaren konnten deshalb friedlich leben, ohne zu wissen, wie oft der Orden im Verborgenen einen Krieg verhinderte.
Der früh beginnende Schwarm
Als die Mantid ihren großen Angriff zu früh begannen, wurden die Shado-Pan überrannt. Gleichzeitig brachten Horde und Allianz ihren Fraktionskrieg nach Pandaria und nährten neue Sha. Taran Zhu begegnete den Fremden zunächst mit Zorn und Misstrauen. Das war nicht bloß Sturheit: Er sah, wie ihre ungezügelten Gefühle genau jene Feinde stärkten, die sein Orden seit Jahrtausenden eindämmte.
Der Orden kämpfte später gegen den wiedererweckten Donnerkönig und gegen Garroshs Besetzung des Tals der Ewigen Blüten. Taoshi, Taran Zhu und ihre Gefährten mussten dabei Verbündete akzeptieren, die kurz zuvor noch Teil des Problems gewesen waren. Die Shado-Pan lernten, dass Abschottung Pandaria nicht länger schützen konnte.
Wächter der inneren Grenze
Die Shado-Pan unterscheiden sich von vielen Ritterorden, weil ihr gefährlichster Gegner nicht immer vor ihnen steht. Ein Krieger kann eine Schlacht gewinnen und dennoch von Angst oder Hass übernommen werden. Der Orden bewahrt deshalb nicht nur Mauern und Klöster. Er bewacht die Grenze zwischen einem Gefühl, das jeder kennt, und einer Macht, die ein ganzes Land verschlingen kann.