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Dunkelhain
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Dunkelhain

Dunkelhain, einst Großweiler genannt, ist die letzte größere Menschensiedlung im verfluchten Dämmerwald. Nachtwache, Untote, Worgen und die Schatten Karazhans bestimmen eine Geschichte des Ausharrens ohne ausreichenden Schutz.

Aus Großweiler wird Dunkelhain

Als das Königreich Sturmwind noch jung war, entstand im damals hellen Waldland die Siedlung Großweiler. Familien wie die Ebenlocks lebten hier lange vor dem Ersten Krieg. Der Ort lag nahe genug an Sturmwind, um am Wachstum des Reiches teilzuhaben, aber weit genug entfernt, um ein eigenes, ländliches Leben zu führen.

Der Erste Krieg beendete diese Ruhe. Orcische Truppen verwüsteten die Gegend, und Medivhs Tod in Karazhan setzte verderbte Magie frei. Das einstige Waldland verdunkelte sich, Tiere wurden unnatürlich aggressiv, Gräber gaben ihre Toten wieder her. Nach dem Zweiten Krieg wurde die Siedlung zwar wieder aufgebaut, doch aus Großweiler wurde Dunkelhain: ein Name, der nicht nur das fehlende Sonnenlicht, sondern den Wandel einer ganzen Region festhielt.

Die Nachtwache hält die Straßen offen

Als König Varian Wrynn verschwand und Katrana Prestor Sturmwinds Regierung lähmte, zog das Reich Soldaten aus dem Dämmerwald ab. Lord Ello Ebenlocke und der Rat von Dunkelhain konnten nicht auf Verstärkung warten. Althea Ebenlocke führte deshalb die Nachtwache, eine Miliz aus Bewohnern, die Friedhöfe, Wege und Höfe gegen Untote, Worgen und andere Kreaturen verteidigte.

Ihre Gegner waren oft eng mit den Schicksalen der Einwohner verbunden. Morgan Ladimore kehrte aus dem Krieg zurück, fand seine Familie tot und wurde nach seinem eigenen Tod als Mor'Ladim zum Schrecken des Rabenfluchtfriedhofs. Der Einsiedler Abercrombie setzte aus Leichenteilen die Monstrosität Nahtwerk zusammen und schickte sie gegen die Stadt. Dunkelhain überlebte solche Angriffe nicht durch eine große Armee, sondern weil Menschen Nacht für Nacht dieselben gefährlichen Wege bewachten.

Ein Ort, den das Reich zu oft allein lässt

Dunkelhain blieb über spätere Kriege hinweg bewohnt. Draenei-Anachoreten halfen gegen Untote, Einheiten der Stadt zogen nach Nordend, und während neuer Angriffe der Geißel verteidigte der Argentumkreuzzug die Bevölkerung. Zugleich zeigte der Verrat innerhalb des Rates während der Legion-Invasion, dass die größte Gefahr nicht immer vor den Toren stand.

Die Geschichte Dunkelhains ist deshalb keine einfache Spukgeschichte. Sie handelt von einer Gemeinde, die zum Randgebiet des eigenen Königreichs wurde und dennoch nicht aufgab. Karazhan wirft seinen Schatten über das Land, aber die Stadt besteht fort, weil ihre Bewohner ihre Heimat auch dann nicht verlassen, wenn Sturmwind sie kaum schützen kann.