Thrall sucht sein Volk
Nach der Flucht aus Durnholde kennt Thrall menschliche Sprache und Strategie besser als die Geschichte der Orcs. Er findet Grommash Höllschrei und den freien Kriegshymnenklan, später die Frostwölfe und Drek'Thar. Dort erfährt er von seinen Eltern Durotan und Draka, von Gul'dans Verrat und vom Schamanismus, den die alte Horde beinahe verloren hatte.
Diese Begegnungen geben ihm keine fertige Horde. Die freien Clans misstrauen einander, die Gefangenen in den Lagern sind lethargisch, und Orgrim lebt im Verborgenen. Thrall muss beweisen, dass er nicht Schwarzmoors gezüchteter Befehlshaber ist.
Orgrims letzter Feldzug
Orgrim prüft Thrall und erkennt in ihm Durotans Sohn. Der frühere Kriegshäuptling weiß, dass seine eigene Horde durch Eroberung und innere Lügen zerbrochen ist. Er führt Thrall nicht zu einer Wiederholung, sondern zu den Lagern, in denen die Folgen des Zweiten Kriegs weiterleben.
Gemeinsam greifen sie Lager an, öffnen Zäune und geben den Gefangenen Waffen zurück. Jeder Sieg vergrößert das Heer, verlangt aber auch Vertrauen von Orcs, die lange keinen Grund hatten, einem neuen Anführer zu folgen.
Der Tod des Schicksalshammers
Bei der Befreiung eines Lagers wird Orgrim tödlich verwundet. Sein Tod ist kein ruhiger Übergang. Er fällt in demselben Kampf gegen die Gefangenschaft, die aus seiner Niederlage entstanden war. Vor seinem Ende übergibt er Thrall den Schicksalshammer und seine schwarze Rüstung.
Thrall erhält damit nicht bloß Waffen, sondern die sichtbare Nachfolge eines umstrittenen Erbes. Orgrim hatte Gul'dans Schattenrat zerschlagen, aber auch den Zweiten Krieg geführt. Thrall muss entscheiden, welchen Teil dieser Vergangenheit seine Horde bewahren soll.
Durnholdes Fall
Die wachsende Horde zieht zur Burg Durnholde. Schwarzmoor glaubt noch immer, Thrall für seinen eigenen Aufstieg benutzen zu können. Als Drohung lässt er Taretha Foxton töten, jene Frau, die Thrall einst zur Flucht verholfen hatte. Der Mord nimmt dem Feldzug jede Möglichkeit einer Verhandlung.
Thrall besiegt Schwarzmoor und ruft die Elemente gegen die Festung. Mauern und Türme brechen. Die Gefangenen werden frei, doch der Sieg bleibt von Tarethas Tod und den Jahren im Lager gezeichnet. Freiheit löscht nicht aus, was dort geschehen ist.
Die Geburt der neuen Horde
Nach Durnholde führt Thrall keine Ansammlung befreiter Gefangener mehr. Frostwölfe, Kriegshymnen und ehemalige Internierte erkennen ihn als Kriegshäuptling an. Diese Horde beruft sich wieder auf Clans, Schamanen und Ahnen, ohne die militärische Gemeinschaft vollständig aufzugeben, die in den Kriegen entstanden war.
Die Befreiung erklärt, warum Thralls Horde so stark auf Selbstbestimmung besteht. Sie beginnt nicht mit einem Angriff auf ein fremdes Reich, sondern mit dem Öffnen eigener Gefängnisse. Kurz darauf folgt sie Medivhs Warnung nach Kalimdor und sucht eine Heimat, die nicht aus den Ruinen Lordaerons gestohlen werden soll.