Ehre und StärkeBlackmoore
Antorus
Welt

Antorus

Der Brennende Thron im Herzen von Argus, wo Sargeras die Weltenseele zur Wiedergeburt seiner Legion quälte und Azeroths Streiter den Kreuzzug bis zum Sitz des Pantheons verfolgten.

Das Herz der Legion

Antorus erhebt sich im verwüsteten Kernland von Argus. Die Festung war Hauptstadt, Waffenfabrik und Thron der Brennenden Legion. Von hier aus trieb Sargeras seinen Kreuzzug durch den Kosmos. Portale verbanden Schlachtfelder, Kommandeure planten die Vernichtung ferner Welten, und Maschinen formten aus ursprünglichen Kräften Werkzeuge, die ganze Zivilisationen auslöschen konnten.

Argus war einst die leuchtende Heimat der Eredar gewesen. Antorus machte aus diesem Ursprung eine Drohung. Das Volk, dessen größte Begabung Magie war, sah seine Welt zum Motor einer Armee werden, die alles andere Leben für einen Fehler hielt. Jeder Gang der Festung verband verlorene Heimat und industrielle Vernichtung.

Die gequälte Weltenseele

Tief unter Antorus hielt die Legion die Weltenseele von Argus gefangen. Sargeras und seine Diener folterten und verdarben sie. Mit ihrer Macht konnten gefallene Dämonen schneller neue Körper erhalten. Was sonst Zeit im Wirbelnden Nether verlangt hätte, wurde zu einem beinahe unerschöpflichen Kreislauf.

Die Legion wirkte daher endlos, weil hinter jedem gefallenen Heer ein leidender Titan lag. Argus war kein freiwilliger Herrscher auf dem Brennenden Thron, sondern dessen tiefster Gefangener. Die Festung gewann ihren Namen aus Sargeras' Macht; ihr wahrer Herzschlag gehörte einem Wesen, dessen Schmerz in militärische Versorgung verwandelt worden war.

Der Einbruch des Lichts

Die Vindicaar brachte die Armee des Lichts, Azeroths Streiter und Überlebende von Argus bis an die Festung. Der Angriff begann an den äußeren Verteidigungen und führte durch Portale, Schmieden und Kammern der Folter. Jeder Schritt nahm der Legion eine weitere Sicherheit: ihre Kriegsmaschinen, ihre Befehlskette und den Glauben, niemand könne das Zentrum ihres Reiches erreichen.

Jenseits eines Portals verteidigten die Angreifer Eonar in ihrem Zufluchtsort auf Elunaria, während in Antorus Varimathras als gebrochener Gefangener in einer Zelle saß und Aggramar unter Sargeras' Zwang stand. Der Feldzug zeigte damit auch, was die Legion mit Macht tat, die sie nicht sofort vernichten konnte. Sie bog sie so lange, bis sie gegen alles kämpfte, was ihr früher etwas bedeutet hatte.

Argus der Zerrütter

Am Sitz des Pantheons erhob sich Argus als Zerrütter. Der gequälte Titan tötete seine Gegner, doch Eonar rief sie zurück. Mit Hilfe der Seelen des Pantheons wurde Argus schließlich bezwungen. Sein Tod beendete die Wiedergeburtsmaschine der Legion und gab den Titanen die Kraft, Sargeras zu binden.

Illidan blieb beim Pantheon zurück, während Sargeras von Azeroth fortgerissen wurde. Im letzten Augenblick stieß der Dunkle Titan sein Schwert in Silithus. So endete der Feldzug von Antorus nicht mit einer unversehrten Heimkehr. Die Legion verlor ihr Herz, aber Azeroth trug eine neue Wunde.

Der Nachhall eines Titanentodes

Argus' Seele war durch Todesmagie verändert worden. Nach seinem Fall schlug sie in die Schattenlande ein und setzte die Richterin außer Kraft. Fortan strömten die Seelen der Verstorbenen in den Schlund. Ein Sieg, der den Brennenden Kreuzzug beendete, wurde damit unwissentlich Teil einer anderen kosmischen Katastrophe.

Antorus steht deshalb am Ende und Anfang mehrerer Kriege. Dort wurde die scheinbare Unendlichkeit der Legion gebrochen, Sargeras gefangen und Argus erlöst. Doch eine Festung, die Welten miteinander verkettete, ließ sich nicht ohne Folgen zerstören. Ihr letzter Gefangener fiel frei und traf im Tod ein Jenseits, das auf das Gewicht einer Titanenseele nicht vorbereitet war.