Ehre und StärkeBlackmoore
Domatrax
Bosse

Domatrax

Nachdem die Aegis von Aggramar ihren Sockel in der Kathedrale erreicht hatte, führte Domatrax den offenen Gegenangriff der Legion. Unter seinem Befehl strömten immer größere Dämonenhorden durch Portale, während das Relikt zugleich Schutz bot und unter jedem abgefangenen Schlag an Kraft verlor.

Der Weg nach Die Kathedrale der Ewigen Nacht

Die oberen Kammern des Grabmals des Sargeras waren einst ein Tempel Elunes. Nach dem Einfall der Legion wurden Gärten, Bibliothek und Altar geschändet. Während Legionsrichter an der Verheerten Küste die Hauptmacht banden, trug eine kleine Gruppe die Aegis von Aggramar durch die Kathedrale, um Aegwynns Schutzplan zu vollenden und den Zugang zum Grabmal zu versiegeln. In Domatrax nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Die Aegis von Aggramar war in den Hallen der Tapferkeit errungen und später zur Wiederherstellung Illidans verwendet worden. Nun musste sie auf Aegwynns Rat hin in den Altar der Kathedrale eingesetzt werden. Der Schild war damit nicht bloß Beute einer früheren Heldentat. Er wurde zum fehlenden Teil eines Schutzplans, der den Zugang zum Grabmal des Sargeras gegen die Legion wenden sollte.

Vor dem Altar brechen die Linien

Khadgar meldete, dass die Legion die Verteidiger aus dem Grabmal gedrängt hatte. Maiev und Illidan hielten die Treppe, während im Raum der Aegis nur eine kleine Gruppe verblieb. Domatrax führte den Angriff genau in diesem Augenblick. Der Teufelslord brauchte kein verborgenes Manöver mehr. Das Relikt lag sichtbar in seinem Sockel, und die volle Streitmacht der Legion sollte es zerstören oder den Verteidigern entreißen.

Die Aegis schuf einen geschützten Bereich, in dem chaotische Energie fast ihre ganze tödliche Kraft verlor. Doch dieser Schutz war nicht kostenlos. Jeder abgefangene Angriff zehrte an der Energie des Relikts, und selbst die Zuflucht schwächte jene, die sich zu lange in ihr verbargen. Der Schild verlangte deshalb Bewegung und Maß. Er konnte eine Armee aufhalten, aber nicht jede Entscheidung für seine Träger übernehmen.

Domatrax zwingt den Schild zum falschen Blick

Sein Teufelsseelenspalt traf alles vor ihm und konnte die Kraft der Aegis mit einem einzigen schlecht gelenkten Hieb schwer beschädigen. Die Verteidiger mussten den Teufelslord vom Relikt abwenden. Domatrax versuchte nicht nur Menschen zu töten. Er zwang sie, ihre kostbarste Deckung selbst in Gefahr zu bringen, und machte jede Stellung zu einer Frage, in welche Richtung Macht gerade gezeigt wurde.

Mit fortschreitendem Kampf riss Domatrax weitere Portale auf. Zuerst strömten Wichtel herein, dann Teufelswachen und weitere Krieger der Legion. Wächter hielten die Übergänge offen. Blieben sie lange genug bestehen, kündigte sich dahinter ein noch größerer Dämon an. Der Ansturm erzählte die militärische Logik der Legion: Jede nicht geschlossene Bresche wurde sofort verbreitert, bis aus einem einzelnen Gegner eine ganze Invasion geworden war.

Als seine Kraft dem Ende zuging, verfiel Domatrax in Raserei. Angriffsgeschwindigkeit und Gewalt stiegen, während die sorgfältige Führung der Horden zurücktrat. Der Mann, der Portale in geordneten Wellen geöffnet hatte, wurde selbst zum letzten unkontrollierten Stoß. Genau dann musste die Aegis noch genügend Kraft besitzen. Der Kampf entschied sich an den Folgen aller früheren Schläge, nicht allein an der Wut seines letzten Augenblicks.

Hinter dem Heer wartet der eigentliche Planer

Domatrax fiel und die Dämonenflut brach ab. Die Aegis blieb im Altar, doch die Kathedrale war noch nicht gesichert. Mephistroth hatte den Angriff von der Verheerten Küste aus geplant und wartete tiefer in den Schatten. Domatrax war seine Faust gewesen: gewaltig, sichtbar und bereit, das Relikt unter Masse zu begraben. Sein Tod nahm dem Nathrezim die offene Armee und zwang ihn, selbst gegen den Schild anzutreten, den er hatte vernichten lassen wollen.