Ein Zweig Nordrassils im Osten
Jahrtausende vor den Menschenreichen entdeckten Druiden an mehreren Orten Saronit, das Blut des Alten Gottes Yogg-Saron. Fandral Hirschhaupt und seine Anhänger schnitten heimlich Äste von Nordrassil und pflanzten sie dort ein, wo die Verderbnis aus dem Boden drang. Einer dieser Äste schlug im späteren Dämmerwald Wurzeln und wuchs zu einem mächtigen Baum heran.
Der Baum leitete Kraft aus dem Smaragdgrünen Traum in die erwachte Welt. Pflanzen und Tiere wurden gestärkt, das Saronit zurückgedrängt. Um ihn entstanden ein Mondbrunnen und ein kleiner heiliger Bezirk der Nachtelfen. Der Hain war damit älter als die menschlichen Dörfer ringsum und folgte einer Geschichte, die ihre Bewohner lange nicht kannten.
Das Tor zum Traum
Der große Baum wurde zu einem von vier bekannten Zugängen zum Smaragdgrünen Traum. Die grünen Drachen Yseras bewachten solche Tore, denn durch sie konnten Druiden und Traumwesen zwischen den Sphären reisen. Der Zwielichthain war deshalb kein gewöhnlicher Waldplatz, sondern eine Nahtstelle zwischen Azeroth und seinem ursprünglichen, von titanischen Vorstellungen geprägten Spiegelbild.
Doch dieselbe Verbindung machte den Ort verwundbar. Yogg-Saron fand über die gepflanzten Bäume einen Weg in den Traum. Aus dem Versuch, seine Verderbnis einzudämmen, entstand unbeabsichtigt eine neue Tür für seinen Einfluss.
Der Smaragdgrüne Alptraum
Als sich der Smaragdgrüne Alptraum ausbreitete, wurden die großen Bäume und ihre Portale zu umkämpften Orten. Drachen, die den Traum schützen sollten, gerieten unter den Einfluss des Alptraums. Der Dämmerwald spürte damit die Folgen eines Konflikts, dessen Ursprung weit außerhalb seiner Dörfer lag.
Später drang der Verderber Xavius tiefer in den Traum ein. Der Zwielichthain blieb eine Verbindung zu dieser Sphäre und erinnerte daran, dass Schutzmaßnahmen der Vergangenheit neue Gefahren schaffen konnten. Fandrals Entscheidung hatte das Saronit aufgehalten, aber den Alten Göttern eine andere Angriffsfläche eröffnet.
Stille mit tiefer Geschichte
Wer den Zwielichthain betritt, sieht zunächst einen stillen Baum, einen Mondbrunnen und nachtelfische Bauwerke. Unter dieser Ruhe liegen jedoch mehrere Zeitalter übereinander: der Kampf gegen Yogg-Sarons Blut, Fandrals eigenmächtige Entscheidung, Yseras Schutz und die Verderbnis des Traums. Der Hain gehört zum Dämmerwald, doch seine Wurzeln reichen weit über die Region hinaus.