Ehre und StärkeBlackmoore
Xoroth
Welt

Xoroth

Xoroth ist eine feurige Welt des Wirbelnden Nethers und das Reich des Stallmeisters Hel'nurath. Ihre Schreckens- und Zornrosse wurden von der Legion als Reittiere gezüchtet, bis Hexenmeister aus Azeroth begannen, Portale zu öffnen und die begehrten Dämonen selbst zu binden.

Eine Welt aus Hitze und Knochen

Xoroth liegt im Wirbelnden Nether, eine Welt infernalischer Hitze, verbrannter Ebenen und versengter Knochen. Nur wenige Sterbliche haben sie betreten oder durch ein stabiles Portal gesehen. Was über ihre Landschaft bekannt ist, stammt meist aus Beschwörungen, den Worten ihrer dämonischen Herren und kurzen Öffnungen, durch die ihre Feuer nach Azeroth schlugen.

Diese begrenzte Sicht ist wichtig. Xoroth darf nicht mit Argus, Nathreza oder jeder namenlosen Legionswelt vermischt werden. Es gibt keine vollständig überlieferte Karte und keine ausführliche Chronik seiner Städte. Bekannt ist vor allem, was die Legion aus dem Planeten machte: ein Reich, dessen Leben um Krieg, Zucht und die Macht seines Herrschers geordnet wurde.

Hel'nuraths Stall

Lord Hel'nurath trägt den Titel Stallmeister. Unter seiner Herrschaft leben xorothische Schreckensrosse und mächtigere Zornrosse, dämonische Pferde mit Feuer in Augen, Atem und Hufen. Nathrezim und andere Herren begehrten sie als Reittiere. Ihre Zucht verwandelte wilde Kraft in ein sichtbares Zeichen von Rang.

Ein solches Ross ist jedoch kein gewöhnliches Tier mit brennender Mähne. Es besitzt dämonische Natur und einen Willen, der gebrochen, gebunden oder durch einen stärkeren Pakt gelenkt werden muss. Wer es reitet, zeigt nicht nur Reichtum. Er führt eine Kreatur vor, deren Heimat, Blutlinie und Widerstand in den Dienst einer fremden Macht gezwungen wurden.

Die unterworfene Bevölkerung

Die Völker Xoroths schlossen sich der Legion nicht freiwillig an. Dämonen zerstörten die Welt Xerrath als Machtdemonstration und zwangen Xoroth unter ihre Ordnung. Die genauen Abläufe dieser Eroberung sind kaum beschrieben, doch die Aussage verändert den Blick auf jede spätere Legionstruppe von dort. Nicht jeder xorothische Kämpfer begann als begeisterter Diener Sargeras'.

Über lange Zeit können Zwang, Überleben und Beteiligung dennoch ununterscheidbar werden. Xorothische Teufelsritter und Kultisten kämpften für die Legion, Portale lieferten ihre Kraft an andere Fronten. Die frühere Versklavung entschuldigt nicht jede spätere Tat, aber sie verhindert eine bequeme Geschichte, in der eine ganze Welt von Geburt an nur als Stall und Rekrutierungsgebiet für fremde Dämonen existierte.

Das Portal in Düsterbruch

Hexenmeister Azeroths erfuhren, dass die Unterwerfung eines xorothischen Schreckensrosses als Beweis großer Macht galt. In Düsterbruch wurde mit Glyphen, Rädern, Kerzen und seltenen Materialien ein Portal geöffnet. Hel'nuraths Diener verteidigten den Übergang, doch ein Ross konnte besiegt und an den beschwörenden Hexenmeister gebunden werden.

Der Vorgang war kein heldischer Befreiungsritt. Ein Diener wurde seinem dämonischen Herrn entwendet und einem neuen Willen unterstellt. Gerade darin zeigt sich die zweifelhafte Kunst der Dämonologie: Sie wendet die Methoden der Legion gegen deren Besitz, übernimmt aber leicht dieselbe Sprache aus Zwang und Stärke. Für Hel'nurath war jeder Diebstahl zudem eine persönliche Beleidigung, nicht bloß der Verlust eines Tieres.

Feuer durch die Portale der Legion

Während der dritten Legionsinvasion kamen xorothische Krieger an die Verheerte Küste. Der Schwarze Erntezirkel öffnete selbst einen Weg, tötete Arax'ath und band dessen Zornross. In Antorus riss Portalhüterin Hasabel ein Tor nach Xoroth auf und leitete die feurige Energie der Welt gegen die Angreifer der Legion.

Was nach Sargeras' Niederlage aus Xoroth und Hel'nuraths Herrschaft wurde, ist nicht sicher überliefert. Die Welt sollte deshalb weder vorschnell für befreit noch für zerstört erklärt werden. Ihre bekannten Bilder bleiben Ausschnitte: Feuer, Knochen, Reiter und Portale. Doch selbst daraus entsteht eine zusammenhängende Geschichte. Xoroth war eine eroberte Welt, wurde zum Stall einer kosmischen Armee und sah später, wie Sterbliche durch dieselben Wege griffen, um sich einen Teil ihrer gefesselten Macht anzueignen.