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Telmor
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Telmor

Telmor war eine durch den Ata'mal-Splitter Blattenschatten verborgene Stadt der Draenei in Talador. Durotans Erinnerung an den Schutzzauber ermöglichte später der Horde den Angriff, der die Stadt zerstörte und seinen früheren Retter Restalaan das Leben kostete.

Die Stadt hinter einem Schleier

Telmor lag an einem Berghang südlich von Auchindoun, mitten in einem Gebiet, das auch von Ogern durchstreift wurde. Die Draenei schützten die Stadt deshalb nicht allein mit Mauern. Ein Splitter des Ata'mal-Kristalls namens Blattenschatten legte einen magischen Schleier über Telmor und entzog seine Gebäude den Blicken Fremder. Nur wer die richtige Beschwörung kannte, konnte den Schutz vorübergehend aufheben. Im Inneren lagen Wohnhäuser, eine Kathedrale und der Sitz des Magisters. Wenn Velen die Stadt besuchte, wurde er dort empfangen.

Der Rangari Restalaan gehörte zu Telmors Verteidigern. Lange vor dem offenen Krieg rettete er mit einer draenischen Gruppe die jungen Orcs Durotan und Orgrim vor einem Oger. Die Draenei brachten beide nach Telmor, obwohl Fremde den verborgenen Ort gewöhnlich nicht sehen durften. Durotan beobachtete, wie der Schleier geöffnet wurde. Er war damals ein Gast, staunte über die Stadt und vergaß die Worte der Beschwörung nicht. Keiner der Beteiligten ahnte, dass diese Erinnerung Jahre später über Telmors Schicksal entscheiden würde.

Durotans Erinnerung wird zur Waffe

Als Kil'jaedens Täuschung die Orcclans gegen die Draenei aufbrachte, ordnete Kriegshäuptling Schwarzfaust den Angriff auf Telmor an. Durotan musste den Stoßtrupp führen. Neben Frostwölfen marschierten Krieger der Schwarzfels-, Kriegshymnen- und Zerschmetterten-Hand-Clans sowie Hexenmeister. Durotan wusste, dass die Stadt ohne seinen Verrat kaum gefunden werden konnte. Er erinnerte sich aber ebenso daran, dass Restalaan ihm einst das Leben gerettet hatte. Zwischen Gehorsam gegenüber der neuen Horde und seiner persönlichen Schuld entschied er sich gegen die Menschen, die ihm vertraut hatten.

Durotan sprach die Beschwörung, Blattenschattens Schutz fiel und Telmor lag nahezu unvorbereitet vor den Angreifern. Restalaan wurde getötet, die Bewohner niedergemacht und die Stadt vollständig erobert. Der Angriff war militärisch erfolgreich, doch er markierte einen Punkt, an dem Durotan nicht mehr behaupten konnte, die Gewalt der Horde richte sich nur gegen eine unklare Bedrohung. Er hatte Wissen aus einer früheren Rettung in den Schlüssel zu einem Massaker verwandelt.

Eine eroberte Stadt ohne neuen Besitzer

Schwarzfaust bot Telmor anschließend Durotan und den Frostwölfen an. Durotan lehnte ab. Er konnte den Ort nicht als Beute annehmen, nachdem seine eigene Erinnerung dessen Zerstörung ermöglicht hatte. Die Schwarzfelsorcs zogen ein, benutzten draenische Werkzeuge und trugen zeitweise sogar Kleidung der Besiegten. Die Aneignung wirkte beinahe alltäglich, doch sie stand auf den Ruinen einer Stadt, deren Bewohner kurz zuvor noch geglaubt hatten, ihr Schleier schütze sie vor eben dieser Zukunft.

Auf dem alternativen Draenor blieb Telmor zunächst erhalten. Dort verrieten Sargerei den Schutzzauber an den Schattenrat, und Teron'gor sowie Vorpil Rippenbrecher zerstörten die Stadt erneut. Beide Zeitlinien unterscheiden sich in vielen Entscheidungen, doch Telmors Schicksal folgt demselben Muster: Der stärkste Schutz der Stadt versagt nicht durch rohe Gewalt, sondern weil jemand das Geheimnis von innen preisgibt. In der Hauptzeitlinie ging der Ort später mit der Zerstörung Draenors unter. Seine Geschichte blieb vor allem durch Durotans Schuld und Restalaans frühere Güte erhalten.