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Sümpfe des Elends
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Sümpfe des Elends

Die Sümpfe des Elends liegen im nördlichen Teil des einstigen Schwarzen Morasts. Nach der Öffnung des Dunklen Portals werden sie zu einem frühen Aufmarschraum der Horde und mit Stonard zu einer dauerhaften orcischen Heimat auf Azeroth.

Der Schwarze Morast vor dem Portal

Bevor das Dunkle Portal die Region verändert, erstreckt sich südöstlich von Sturmwind ein großes Sumpfgebiet. Der Schwarze Morast ist schwer zugänglich, dünn besiedelt und von Wegen durchzogen, die Fremde leicht verlieren. Gerade diese Abgeschiedenheit macht ihn zum geeigneten Ort für Medivhs und Gul'dans Verbindung zwischen den Welten.

Die Menschen Sturmwinds betrachten den Morast als Randgebiet. Als dort die ersten Orcs erscheinen, gibt es deshalb keine große Festung, die das Portal sofort einschließen könnte. Die Horde erhält Zeit, ihre Ankunft zu sichern.

Stützpunkte des Ersten Kriegs

Nach einer frühen Niederlage vor Sturmwind zieht sich die Horde in das Sumpfgebiet zurück. Orgrim überwacht den Aufbau von Lagern, Höfen und Befestigungen. Nahrung, Schlafplätze und Werkstätten sind entscheidend, weil ein Heer aus Draenor nicht allein von Beute leben kann.

Von diesen Stützpunkten aus beginnt der erneute Vormarsch. Der Sumpf schützt die Orcs vor einer schnellen Verfolgung und verbindet sie mit dem Portal. Damit wird eine Landschaft, die lange als unbedeutende Wildnis galt, zum Ausgangspunkt eines mehrjährigen Kriegs.

Stonard

Stonard entsteht als feste orcische Siedlung in den Sümpfen. Anders als ein vorübergehendes Heerlager bleibt der Ort bestehen. Er zeigt, dass die Orcs nicht nur für einzelne Raubzüge nach Azeroth gekommen sind, sondern beginnen, sich in der neuen Welt einzurichten.

Für spätere Generationen wird Stonard zu einer der ältesten orcischen Ansiedlungen auf Azeroth. Seine Geschichte trägt den Widerspruch zwischen Eroberung und Heimat: Der Ort entsteht aus einem Invasionskrieg und wird dennoch für Bewohner, die Draenor kaum oder gar nicht kennen, zu einem Zuhause.

Die Energien des Dunklen Portals verwüsten den südlichen Teil des Schwarzen Morasts. Aus dem zusammenhängenden Sumpf entstehen zwei sehr verschiedene Regionen. Im Norden bleiben die feuchten Sümpfe des Elends, im Süden breiten sich die trockenen Verwüsteten Lande aus.

Diese Grenze ist kein natürlicher Wechsel allein. Sie ist eine Narbe der Magie, die Azeroth und Draenor miteinander verbunden hat. Wer von den Sümpfen zum Portal reist, bewegt sich durch die sichtbaren Folgen der Öffnung.

Ein Ort zwischen den Kriegen

Nach dem Zweiten Krieg verschwinden die Orcs nicht aus den Sümpfen. Stonard und kleinere Gruppen halten eine Präsenz in der Region. Die Nähe zum Portal macht das Gebiet weiterhin strategisch wichtig, selbst nachdem Khadgar die sichtbare Verbindung zerstört hat.

Die Sümpfe des Elends erinnern deshalb an den unscheinbaren Anfang der großen Kriege. Bevor Armeen Lordaeron erreichten und Könige Bündnisse schlossen, mussten die ersten Orcs in diesem Morast lernen, auf einer fremden Welt zu überleben und von dort aus Krieg zu führen.