Die ersten Orcs im Schwarzen Morast
Als das Dunkle Portal erstmals geöffnet wurde, trat die Horde nicht in ein leeres Land. Vor ihr lagen Sümpfe, Tiere und Bewohner, die den Eindringlingen fremd waren. Um den Strom von Kriegern und Vorräten zu sichern, errichteten die Orcs im Schwarzen Morast zwei frühe Stützpunkte: Rockard und Steinard. Von hier aus erkundeten sie die Wege nach Westen und bereiteten den Angriff auf Sturmwind vor.
Steinard war damit älter als die meisten späteren Siedlungen der Horde auf Azeroth. Es entstand nicht als Heimat eines befreiten Volkes, sondern als militärisches Werkzeug der Alten Horde unter dem Einfluss Gul'dans und der Brennenden Legion.
Krieg, Aufgabe und Rückkehr
Während des Zweiten Krieges verlor die Horde ihre Kontrolle über den Süden. Steinard wurde aufgegeben oder zerstört, während Rockard später von den Schreckensfelsogern besetzt wurde. Die Ruinen blieben jedoch in einer Region zurück, die durch das Dunkle Portal und die Verdorrung des Morastes dauerhaft verändert war.
Mit der Entstehung von Thralls neuer Horde kehrten Orcs in den Sumpf zurück und bauten Steinard wieder auf. Die Siedlung behielt den alten Namen, obwohl die politische Ordnung dahinter eine andere war. Für manche war sie ein notwendiger Außenposten, für andere eine unbequeme Erinnerung an die erste Eroberung Azeroths.
Ein Außenposten im Sumpfland
Steinard blieb die einzige größere Horde-Stellung im Sumpfland. Patrouillen schützten die Wege zum Dunklen Portal und nach Grom'gol. Das große Haupthaus und die Wachtürme gaben dem Ort das Aussehen einer alten orcischen Festung, während Händler, Schamanen und Magier ihn in das Netz der neuen Horde einbanden.
Die Nähe zu den Draenei des Harborage, den verlorenen Draenei und anderen Bewohnern des Sumpfes führte immer wieder zu Spannungen. Steinard war nicht einfach zurückgewonnenes Land; es stand in einer Landschaft, deren Völker die Ankunft der Orcs anders erinnerten.
Zwischen alter und neuer Horde
Kaum ein Ort zeigt den Bruch und die Kontinuität der Orcgeschichte so deutlich wie Steinard. Die erste Siedlung diente einem Eroberungskrieg. Die wiedererrichtete Stadt gehörte einer Horde, die sich von der Legion gelöst hatte, aber dieselben Straßen und Befestigungen nutzte. Steinard stellt deshalb die Frage, wie ein Volk einen Ort bewohnen kann, der zugleich Teil seiner Geschichte und Beweis einer alten Schuld ist.