Am Rand des fruchtbaren Tals
Steinpflug liegt dort, wo die Felder des Tals der Vier Winde an die große Mauer und die Schreckensöde stoßen. Familien wie die Schwarzerde, Grünaue, Mergelfell und Zartpfote bestellten den Boden. Der Ort war kleiner als Halbhügel und lebte nicht von einem großen Markt. Seine Bedeutung entstand aus seiner Lage. Hinter Steinpflug öffnete sich das weite Bauernland, das einen großen Teil Pandarias ernährte. Vor dem Dorf lagen die Wege, über die ein durchgebrochener Mantidenschwarm in dieses Land gelangen konnte.
Die Bewohner kannten die Gefahr der Mantiden, vertrauten aber auf die Mauer und die Shado-Pan. Schwarmzeiten folgten gewöhnlich langen Abständen. In diesen Zyklen prüften die Mantiden ihre eigene Gesellschaft und warfen ihre jüngeren Krieger gegen die Verteidigung Pandarias. Als die Sha wieder erwachten, begann der Schwarm Jahre zu früh. Die vertraute Ordnung brach zusammen, und Steinpflug hatte kaum Zeit, sich vorzubereiten.
Alle Wege führen zur Verteidigung zurück
Han und Len wurden ausgesandt, Hilfe zu suchen. Gleichzeitig erreichten Warnungen aus der Krasarangwildnis das Dorf. Wer zuvor Bauern, Brauer, Fischer und Tempeldiener unterstützt hatte, sah nun die Folgen dieser Beziehungen. Chen Sturmbräu, Li Li, Trübtrunk, Koro Nebelgänger und viele andere kamen nach Steinpflug. Sie brachten keine einheitliche Armee mit. Jeder erschien aus einem anderen Teil der bisherigen Reise, weil dort jemand beschlossen hatte, eine frühere Hilfe nicht zu vergessen.
Die Verteidiger evakuierten Familien, befestigten Zugänge und stellten sich den Mantiden vor der Mauer. Für die Bauern war die Schlacht kein Kampf um Ruhm. Hinter ihnen lagen Häuser, Felder und Vorräte, ohne die der nächste Winter ganze Regionen getroffen hätte. Fiele Steinpflug, gäbe es im offenen Tal kaum noch eine Stellung, an der der Schwarm aufgehalten werden konnte.
Der Retter von Steinpflug
Die Mantiden wurden zurückgeschlagen, weil viele einzelne Geschichten an einem Ort zusammenliefen. Der Sieg gehörte nicht einer Fraktion. Horde und Allianz hatten zu diesem Zeitpunkt bereits genug Feindschaft nach Pandaria gebracht, doch in Steinpflug kämpften ihre Angehörigen an der Seite der Menschen, denen sie zuvor begegnet waren. Die Bewohner ehrten jene, die geblieben waren, als Retter von Steinpflug.
Diese Bezeichnung meinte mehr als den letzten Kampf. Steinpflug wurde gerettet, weil Vertrauen unterwegs entstanden war: bei einer Brauerei, an einem Tempel, auf einem Bauernhof oder in einem bedrohten Dorf. Die Schlacht zeigte, wie Pandarias Gemeinschaften tatsächlich überlebten. Nicht ein Kaiser und nicht eine stehende Weltarmee hielt das Tal. Menschen folgten den Beziehungen, die sie aufgebaut hatten, und standen dadurch im entscheidenden Augenblick nicht allein vor der Mauer.