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Tal der Vier Winde
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Tal der Vier Winde

Das Tal der Vier Winde ernährt Pandaria. Zwischen Halfhill, den Höfen der Ackerbauern und der Brauerei Sturmbräu begegnen Chen und Li Li ihrer Familiengeschichte, bevor der verfrühte Mantidenschwarm die Kornkammer bedroht.

Das Land, das Pandaria ernährt

Südlich des Jadewalds öffnet sich ein weites Land aus Feldern, Flüssen und sanften Hügeln. Wasser aus dem Tal der Ewigen Blüten floss über Jahrtausende hierher und machte den Boden so fruchtbar, dass Gemüse von ungewöhnlicher Größe wuchs. Pandarias Reiche konnten Kriege, Winter und Herrscherwechsel überstehen, weil im Tal der Vier Winde Menschen säten, ernteten und Vorräte anlegten. Diese Arbeit lag vor allem bei den Ackerbauern, einem lockeren Zusammenschluss von Familien, die weniger durch Titel als durch Erfahrung und gegenseitige Hilfe verbunden waren.

Halfhill bildete den Mittelpunkt dieses Lebens. Auf seinem Markt wurden Saatgut, Werkzeuge, Bier und Nachrichten gehandelt. Die Höfe ringsum gehörten Familien wie den Lehmkrallen, Donnerfüßen und Eisenpfoten, deren Streitigkeiten klein erscheinen mochten, bis man begriff, dass von ihrer Ernte ganze Provinzen abhingen. Virmen fraßen sich durch Felder, Hozen plünderten Vorräte und in den westlichen Bergen drängten Mantiden gegen die Schlangenwirbelsäule. Für die Bewohner war Landwirtschaft deshalb nie bloß friedliche Arbeit. Jede Ernte musste gegen Tiere, Wetter und Krieg verteidigt werden.

Chen Sturmbräu sucht den Anfang seiner Familie

Als sich Pandarias Nebel lichteten, kam Chen Sturmbräu mit seiner Nichte Li Li in das Tal. Chen war auf der Wandernden Insel aufgewachsen und hatte später Thrall und Rexxar begleitet. Den Stammsitz seiner Familie kannte er nur aus Geschichten. Nun fand er die Brauerei Sturmbräu verwahrlost vor: Hozen hatten sich eingenistet, Biervorräte verdorben und Onkel Gao versuchte, die Arbeit trotz des Chaos fortzuführen. Chen wollte nicht einfach ein Gebäude zurückerobern. Er suchte einen Platz in einer Familie, deren Namen er sein Leben lang getragen hatte, ohne ihren Alltag zu kennen.

Die Reise führte ihn zu Verwandten im ganzen Tal. Manche begegneten dem weit gereisten Braumeister mit Stolz, andere hielten ihn für einen Fremden. Li Li wiederum wollte nicht in einer Ahnengeschichte verschwinden, sondern Pandaria selbst kennenlernen. So wurde die Rückkehr der Sturmbräus zu einer Familiengeschichte über Nähe und Entfernung: Chen fand Herkunft, ohne seine Wanderjahre abzulegen, und Li Li erkannte, dass ein Zuhause nicht verlangen muss, dass man dort für immer bleibt.

Der Schwarm erreicht Steinpflug

Während im Osten noch geerntet wurde, brach im Westen die alte Ordnung zusammen. Mantiden schwärmen gewöhnlich in langen, berechenbaren Abständen gegen die Schlangenwirbelsäule. Diesmal begann der Angriff Jahrzehnte zu früh. Die Kaiserin Shek'zeer stand unter dem Einfluss des Sha der Angst und trieb ihr Volk in einen Krieg, auf den weder die Mantiden noch die Pandaren vorbereitet waren. Flüchtlinge berichteten in Steinpflug von vernichteten Wagenzügen und einem Heer, das hinter ihnen heranzog.

Die Bewohner des Tals wollten ihre Heimat zunächst verteidigen, doch gegen einen vollständigen Schwarm reichte bäuerlicher Mut nicht aus. Erst als die Verteidiger aus Krasarang eintrafen und sich die vielen zuvor getrennten Geschichten des Südens verbanden, konnte Steinpflug gehalten werden. Der Sieg bewahrte nicht nur ein Dorf. Wäre das Tal gefallen, hätte Pandaria seine Kornkammer verloren. Zwischen den geretteten Feldern wurde sichtbar, warum die stillen Arbeiten Halfhills ebenso zur Geschichte des Kontinents gehören wie Tempel, Kaiser und Schlachten.