Ehre und StärkeBlackmoore
Smolderon
Charakter

Smolderon

Smolderon wurde nach Ragnaros zum Feuerlord und half zunächst, die Feuerlande gegen die Legion zu verteidigen. Später verbündete er sich mit Fyrakk und griff Amirdrassil an. Dort verriet ihn der Urinkarnation, raubte seine Essenz und machte aus dem Herrscher des Feuers Brennstoff für Schattenflamme.

Nach Ragnaros

Mit Ragnaros' endgültigem Tod im Sulfuron sank der alte Feuerlord, der Azeroth seit der Zeit des Schwarzen Imperiums bedroht hatte. Sein Reich blieb jedoch bestehen. Die Feuerlande waren eine Elementarebene mit eigenen Fürsten, Heeren und Rivalitäten. Ohne Ragnaros brach ein Kampf um die Nachfolge aus. Verschiedene Anwärter wollten die Flammen beherrschen, und ihre Auseinandersetzungen drohten erneut auf Azeroth überzugreifen.

Der Irdene Ring unterstützte Smolderon. Er erschien im Vergleich zu manchen Rivalen als die berechenbarere Wahl und setzte sich schließlich als neuer Feuerlord durch. Diese Hilfe machte ihn nicht zu einem Diener der Schamanen. Sie schuf ein Bündnis aus Notwendigkeit: Die Sterblichen brauchten Stabilität in den Feuerlanden, Smolderon brauchte Unterstützung gegen seine Gegner.

Verbündeter gegen die Legion

Als die Brennende Legion erneut angriff, bedrohten ihre Heere auch die Elementarebenen. Smolderon stellte sich an die Seite des Irdenen Rings und half, die Feuerlande zu verteidigen. Für kurze Zeit schien es, als könne ein Feuerlord anders handeln als Ragnaros. Smolderon war stolz und gewalttätig, doch er erkannte einen gemeinsamen Feind und hielt die Ordnung seines Reiches aufrecht.

Nach dem Krieg verschwand er. Im Herzen von Azeroth blieb sein Platz leer, und die Frage nach seiner Loyalität wurde nicht beantwortet. Die Feuerlande waren damit erneut ohne sichtbare Führung. Erst auf den Dracheninseln zeigte sich, wohin Smolderon gegangen war und welche Entscheidung er getroffen hatte.

Fyrakks Angebot

Fyrakk, eine der Urinkarnationen, trug nach seinem Bad in Schattenflamme eine Macht in sich, die selbst seine Verbündeten fürchteten. Er wollte Amirdrassil erreichen, den jungen Weltenbaum im Smaragdgrünen Traum, und dessen Herz mit Schattenflamme erfüllen. Für den Angriff brauchte er elementare Heere. Smolderon schloss sich ihm an und brachte die Macht der Feuerlande in den Traum.

Warum der Feuerlord dieses Bündnis wählte, bleibt weniger ausführlich überliefert als seine Folgen. Macht, die Aussicht auf Eroberung und die Verwandtschaft zwischen Fyrakks Flammen und seinem eigenen Reich dürften eine Rolle gespielt haben. Smolderon behandelte Amirdrassil nicht als lebenden Ort, sondern als Brennstoff und Beute. Damit entfernte er sich endgültig von dem Bündnis, das ihn einst gegen die Legion getragen hatte.

Der Angriff auf Amirdrassil

Im Herzen des brennenden Feldzuges stellte sich Smolderon den Verteidigern des Weltenbaums. Er rief die Macht der Feuerlande, ließ Hitze und Lava in den Traum eindringen und wollte den Weg für Fyrakk offenhalten. Für Druiden und den grünen Drachenschwarm war seine Anwesenheit eine tiefe Verletzung: Elementares Feuer, das Teil der natürlichen Ordnung sein konnte, wurde gegen einen Ort des Lebens und der Erneuerung gerichtet.

Smolderon fiel, doch sein Tod brachte keine Ruhe. Fyrakk griff nach der Essenz des Feuerlords und nahm sie in sich auf. Das Bündnis hatte für ihn nie Gleichrangigkeit bedeutet. Smolderon war ein Mittel gewesen, dessen Macht im entscheidenden Augenblick geraubt werden konnte. Der neue Feuerlord endete damit ähnlich wie viele Diener größerer Eroberer: nicht geehrt, sondern verbraucht.

Ein leerer Thron aus Feuer

Nach Smolderons Tod blieb die Führung der Feuerlande erneut ungeklärt. Sein Aufstieg hatte gezeigt, dass Elementarfürsten Bündnisse schließen und ihre Politik verändern konnten. Sein Fall zeigte, wie schnell solche Bündnisse in Verrat enden, wenn Macht das einzige gemeinsame Ziel ist. Fyrakk gewann neue Stärke; die Feuerlande verloren ihren Herrscher.

Smolderon ist deshalb mehr als ein Zwischengegner auf dem Weg zu Fyrakk. Seine Geschichte reicht vom Machtvakuum nach Ragnaros über den gemeinsamen Kampf gegen die Legion bis zum Angriff auf Amirdrassil. In ihr liegt die Möglichkeit einer anderen Beziehung zwischen Sterblichen und Elementaren, aber auch ihr Scheitern. Smolderon war nicht dazu verdammt, Ragnaros' Weg zu wiederholen. Er entschied sich schließlich für einen Krieg, in dem er selbst nur Brennstoff war.