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Sireneninsel
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Sireneninsel

Die Sireneninsel ist eine sturmgepeitschte Insel mit einer Geschichte aus Vrykul, Naga, kul tiranischen Expeditionen und einem singenden Kristall. Ihre ältesten Ruinen führen zu Cyrce und ihre jüngsten Geheimnisse verbinden Lorandel mit Beledar.

Cyrce führt ihr Volk nach Cyrandall

Lange bevor kul tiranische Seeleute vor der Insel warnten, kannten Vrykul sie unter dem Namen Cyrandall. Vor etwa zwanzigtausend Jahren führte die Eisen-Vrykul Cyrce den Clan Sturmvyn dorthin. Sie wollte ihr Volk aus dem Winterskornkrieg heraushalten, in dem Vrykul um Drachen, Macht und die Herrschaft über Sturmheim kämpften. Die abgelegene Insel versprach Schutz vor einem Konflikt, der immer mehr Clans verschlang.

Die Sturmvyn errichteten ihre Heimat in einem Gebiet, das sie die Wiege von Hymosul nannten. Cyrce blieb ihre Anführerin und verband den Clan mit mächtigen Runen und einem besonderen Reif, der später in Legenden weiterlebte. Die Insel war jedoch keine friedliche Zuflucht außerhalb der Geschichte. Ihre Lage im Meer machte sie abhängig von Stürmen, Vorräten und den Mächten, die unter ihrer felsigen Oberfläche verborgen lagen.

Der Große Bruch und der Rückzug ins Gewölbe

Der Große Bruch veränderte auch Cyrandall. Als der Brunnen der Ewigkeit zusammenbrach und die alte Welt zerriss, stiegen die Naga aus den Tiefen auf. Sie griffen den Clan an und drängten die Vrykul zurück. Cyrce erkannte, dass ihre Siedlung nicht zu halten war. Sie befahl den Überlebenden, sich in ein befestigtes Gewölbe zurückzuziehen. Dort sollten Erinnerung, Runen und die letzten Angehörigen des Clans die Katastrophe überdauern.

Mit den Jahrhunderten wurde aus dieser Geschichte eine Seefahrerlegende. Kul Tiraner erzählten von einer Sirene namens Cyrce, deren Stimme Schiffe ins Verderben lockte. Unterschiedliche Berichte verbanden ihren Reif, die anhaltenden Rufe auf dem Wind und die plötzlichen Stürme miteinander. Die ursprüngliche Vrykulgeschichte ging dabei beinahe verloren. Was als Flucht vor Krieg begonnen hatte, wurde in den Erzählungen späterer Seefahrer zu einer Warnung vor einer verfluchten Insel.

Kul Tiras und das verschwundene Bergbaulager

Trotz aller Warnungen erreichten immer wieder Expeditionen die Insel. Während des Vierten Krieges nutzte Kul Tiras sie zum Abbau von Azerit. Das Blut Azeroths hatte nach Sargeras' Angriff überall Begehrlichkeiten geweckt, und selbst eine Insel voller Stürme erschien wertvoll, wenn unter ihren Felsen genügend davon lag. Die Bergleute errichteten Anlagen und transportierten das Erz ab, doch später verschwanden die Bewohner und Arbeiter auf rätselhafte Weise.

Zurück blieben verlassene Lager, Wracks und eine Landschaft, um die sich Vrykul, Naga und Piraten stritten. Die Insel schien verschiedene Gruppen anzuziehen, ohne ihnen dauerhaft zu gehören. Ihre Stürme konnten sich so heftig steigern, dass selbst vorbereitete Schiffe keine sichere Zuflucht fanden. Für Kul Tiras blieb die Sireneninsel deshalb zugleich reale Landmasse und Teil seiner Seefahrerfolklore: ein Ort, dessen Nutzen immer wieder gegen die Gefahr seiner Stimme abgewogen wurde.

Lorandel ruft neue Expeditionen

Im Jahr 42 hörten Goblins, Arathi und Irdene einen neuen Ruf von der Insel. Im Zentrum der Expedition stand ein singender Kristall, den die Arathi Lorandel nannten. Sein Aussehen und seine Wirkung erinnerten sie an Beledar in Heilsturz. Messungen zeigten, dass der sichtbare Kristall nur ein kleiner Teil einer viel größeren Struktur war, die sich tief unter der Insel fortsetzte. Damit wurde aus einer alten Seefahrerwarnung eine Frage, die unmittelbar mit den Geheimnissen Khaz Algars verbunden war.

Die Suche führte zum Vergessenen Gewölbe und zurück zu Cyrces Geschichte. Alte Vrykul, nagaartige Angreifer und die Macht des Sturms lagen nicht zufällig nebeneinander. Die Expedition musste die Toten des Sturmvyn-Clans zur Ruhe bringen und lernen, wie eng ihre Legenden mit den Ruinen unter der Insel verbunden waren. Die Sireneninsel blieb gefährlich, doch ihr Ruf war nun mehr als ein Locklied. Er verwies auf eine unterirdische Verbindung zwischen Lorandel, Beledar und Kräften, deren Ursprung noch nicht vollständig verstanden war.