Ehre und StärkeBlackmoore
Beledar
Gegenstand

Beledar

Beledar ist ein gewaltiges, verkalktes Stück von Azeroths Weltseelenessenz über Heilsturz. Sein Licht schenkte den Arathi Heimat, während jeder Schattenwechsel ihre Sicherheit widerrief.

Die Sonne unter der Erde

Beledar hängt als riesiger Kristall in der Decke von Heilsturz. Sein heiliges Licht wärmt die Höhle und lässt unter Tage Felder, Bäume und eine ganze Landschaft wachsen. Wasser und tiefere Grotten, die seine Strahlen nicht erreichen, bleiben dagegen Räume anderer Wesen. Schon das Licht selbst zeichnet damit die Grenzen der arathischen Heimat.

Später wurde erkannt, dass Beledar ein gewaltiges, verkalktes Stück von Azeroths Weltseelenessenz ist, eine Form von Azerit. Für die Bewohner kam diese Erklärung lange nach der Beziehung. Sie kannten den Kristall zuerst als Stern, Kalender, Schutz und Mittelpunkt ihres Glaubens. Wissen über seine Substanz nimmt ihm diese Geschichte nicht.

Die Vision des Kaisers

Der Kaiser der Arathi hatte eine Vision von Licht, Schlacht und Sieg. Eine Flotte brach auf, um die verheißene Quelle zu finden und sich auf Renilash, den letzten Kampf zwischen Licht und Dunkelheit, vorzubereiten. Über dem Stürmischen Meer wurde sie von heiligem Licht erfasst und tief unter Khaz Algar versetzt. Die Schiffe stürzten in die Höhle.

Die Überlebenden sahen Beledar und glaubten, die Vision des Kaisers gefunden zu haben. Sie errichteten Mereldar, Priorei und Höfe unter seinem Schein. Aus einer gestrandeten Expedition wurde eine eigene Gesellschaft. Der ferne Kaiser blieb in ihrem Glauben gegenwärtig, doch jede Ernte und jedes begrabene Familienmitglied band sie stärker an Heilsturz als an das Reich, zu dem die Flotte zurückkehren sollte.

Der Tag der Dunkelheit

Jahrelang leuchtete Beledar beständig. Als Sargeras sein Schwert in Azeroth stieß, wechselte der Kristall erstmals in einen Zustand der Leere. Gold wurde violett, Schattenenergie legte sich über das Land, und aus Gewässern und Höhlen kamen Kobyss und andere Wesen in die Siedlungen.

Seitdem kann Beledars Schatten Minuten oder Tage dauern. Die Arathi rufen eine Ausgangssperre aus, Zivilisten schließen sich ein, und Laternenhüter entzünden Schlüsselflammen und Morgentürme. Ihr Glaube an die Heilige Flamme ist deshalb nicht nur Lehre. Er wird zur täglichen Arbeit, bei der eine gewartete Lampe darüber entscheidet, ob ein Weg zwischen zwei Häusern offen bleibt.

Das Lied und das Dunkle Herz

Anduin und andere hörten bei Beledar das Strahlende Lied der Weltseele. Die kaiserliche Vision, die die Flotte geführt hatte, war offenbar mit demselben Ruf verbunden. Damit wurde aus dem unterirdischen Stern ein unmittelbarer Hinweis darauf, dass Azeroth nicht nur verwundet im Gestein ruht, sondern nach ihren Bewohnern greift.

Xal'atath nutzte einen Schattenwechsel und den Angriff der Neruber, um Beledars Kraft in das Dunkle Herz zu leiten. Alleria schoss nicht auf die Vorbotin, sondern auf das Artefakt und riss einen Sprung hinein. Der Kristall blieb bestehen. Dennoch zeigte der Angriff, dass selbst die Quelle, um die eine Kultur ihr Überleben gebaut hat, in einem größeren Krieg als Vorrat betrachtet werden kann.

Glaube zwischen zwei Zuständen

Die Arathi glauben, ihre Treue zur Heiligen Flamme verhindere, dass Beledar für immer dunkel wird. Ob der Kristall auf ihren Glauben in dieser direkten Weise antwortet, ist nicht erwiesen. Sicher ist, dass der Glaube die Gemeinschaft während der Wechsel handlungsfähig hält. Gebete allein entzünden keine Türme, aber ohne gemeinsame Bedeutung würden weniger Hände zu den Lampen greifen.

Beledar lässt Licht und Leere nicht als zwei sauber getrennte Gegenstände erscheinen. Derselbe Kristall trägt beide Zustände, ohne in einem davon vollständig erklärt zu sein. Für Heilsturz bedeutet Hoffnung darum nicht die Behauptung, es werde nie wieder dunkel. Hoffnung ist das Wissen, wo die nächste Flamme steht, wer sie hütet und welche Türen geöffnet werden, sobald der Stern zurückkehrt.