Eine Mineralogin und ein schwieriger Laborpartner
Sapphronetta Flivvers ist eine Gnomingenieurin und anerkannte Mineralogin. In jungen Jahren arbeitete sie mit dem Goblin Grizzek Zischelschlüssel im Labor. Aus der Zusammenarbeit wurde eine Ehe. Schon nach dem ersten Monat reizte beinahe jede Gewohnheit des anderen die beiden, und die Beziehung zerbrach. Ihr mechanischer Papagei Federn blieb als gemeinsames Geschenk zum ersten und letzten Hochzeitstag zurück.
Nach der Scheidung schloss sich Saffy der Forscherliga an und arbeitete als Beraterin in der Halle der Forscher. Die Verbindung zu Grizzek endete damit persönlich, nicht fachlich: Beide blieben brillante Erfinder, deren unterschiedliche Denkweisen sich ergänzten. Genau diese Kombination wurde später von einer Macht ausgenutzt, die an ihren Entdeckungen nur als Waffen interessiert war.
Azerit in Silithus
Nach dem Feldzug auf Argus verwundete Sargeras Azeroth mit seinem Schwert. In Silithus trat daraufhin Azerit aus der Erde, das kristallisierte Blut der Weltseele. Brann Bronzebart und König Anduin entsandten eine Expedition der Forscherliga. Während andere nach alten Göttern und gefährlicher Technik suchten, sollte Saffy als Mineralogin die neue Substanz untersuchen.
Sie freundete sich mit der Schildwache Cordressa Dornbogen an und sprach mit ihr über Azeroths Monde. Noch in der ersten Nacht griffen Goblins das Lager an. Saffy versuchte sich mit einer Pistole zu verteidigen, verfehlte ihre Angreifer und wurde niedergeschlagen. Die Goblins hatten eine genaue Beschreibung der gnomischen Wissenschaftlerin erhalten: Handelsprinz Gallywix wollte nicht nur Azerit, sondern jemanden, der dessen Möglichkeiten verstand.
Wiedersehen unter Zwang
Saffy erwachte auf einem Wyvern nach Tanaris und traf dort Grizzek wieder. Zunächst wollte sie nichts mit ihrem früheren Ehemann zu tun haben. Als er ihr ein Stück Azerit in die Hand legte, erkannten beide jedoch, welche neuen Werkstoffe und Energiequellen sich daraus entwickeln ließen. Unter Bewachung arbeiteten sie für Gallywix und schufen Rüstungen, Baumaterialien und weitere Prototypen.
Die gemeinsame Forschung brachte sie einander wieder näher. Gleichzeitig verschärfte Gallywix den Auftrag: Fortan sollten sie ausschließlich Waffen bauen. Für Saffy und Grizzek war damit eine Grenze überschritten. Sie waren bereit, eine gefährliche Substanz zu erforschen, wollten ihre Arbeit aber nicht in ein Werkzeug für den kommenden Fraktionskrieg verwandeln.
Flucht, Verlobung und Explosion
Das Paar plante, das Labor zu sprengen und durch einen Tunnel zu entkommen. Federn sollte nach Teldrassil fliegen, die Allianz warnen und um Rettung bitten. Saffy und Grizzek wollten ihre Erkenntnisse nur unter der Bedingung weitergeben, dass daraus hilfreiche statt schädliche Erfindungen entstanden. Vor der Flucht machte Grizzek ihr mit einem Azeritring einen neuen Antrag, den sie annahm.
Die Bewacher kannten den Plan. Sie schossen Federn ab, entschärften die Bombe im Labor und fesselten Saffy und Grizzek Rücken an Rücken neben einem zweiten Sprengsatz. Saffy hatte ihre Forschungsnotizen jedoch bereits zerstört. Gallywix besaß nur wenige Prototypen und konnte die Versuche nicht vollständig wiederholen. Als die Bombe detonierte, schützte der Azeritring das Paar offenbar vor dem Tod.
Ein Leben im Verborgenen
Saffy und Grizzek überlebten und gelangten nach Kul Tiras. Während eines Hordeangriffs versteckten sie sich in Grausteinfeste und unterstützten einen Allianzabenteurer mit Grizzeks Raketenhüpfer. Später suchte derselbe Abenteurer in Tanaris nach ihnen, reparierte Federn und fand das Paar nördlich des Disteltals.
Die beiden wollten weiterhin für tot gehalten werden, weil Gallywix nach ihnen und ihrem Wissen suchen konnte. Sie überließen Federn dem Finder und erlaubten nur Kelsey Stahlfunken, von ihrem Überleben zu erfahren. Danach fuhren sie auf Grizzeks Motorrad davon. Die Geheimhaltung war der Preis dafür, ihre Forschung nicht erneut unter Zwang stellen zu müssen.
Mechagon und verantwortliche Erfindungen
Saffy schloss sich später der Expedition nach Mechagon an, bestand aber darauf, dass Grizzek mitkommen durfte. Auf der Insel trafen gnomische und goblinische Erfinder auf die Mechagnome von Prinz Erazmin. Grizzek versteckte seine Herkunft zunächst, konnte nach der freundlichen Aufnahme in Rostbolzen jedoch offen mitarbeiten.
Saffy zeigte ihren Azeritring und widersprach damit der Vorstellung, gnomische und goblinische Technik müssten zwangsläufig verfeindet sein. Sie beobachtete außerdem Gelbin Mekkadrills Genesung. Ihre Geschichte endet nicht mit einer großen Waffe, sondern mit einer Werkstatt, in der beide Völker gemeinsam neue Lösungen suchen. Saffys wichtigste Entscheidung war nicht, was sie mit Azerit bauen konnte, sondern welche Verwendung ihres Wissens sie verweigerte.