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Mechagon
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Mechagon

Mechagon war die verborgene Inselstadt eines verschwundenen Gnomenkönigs. Dort sollte jedes Fleisch zwangsweise abgeschafft werden, bis Erazmins Rostbolzenwiderstand Freiheit über vermeintliche Perfektion stellte.

Die Stadt eines verschwundenen Königs

Vierhundert Jahre vor ihrer Wiederentdeckung verließ der letzte König der Gnome seine Heimat auf der Suche nach einem sagenhaften Land der Technik. Er verschwand aus der bekannten Geschichte und wurde selbst zur Legende. Auf einer Insel nordwestlich von Kul Tiras entstand Mechagon, eine Stadt aus Werkhallen, Leitungen und Maschinen, die viele Errungenschaften Gnomeregans noch übertraf.

Der Name bezeichnet sowohl die Insel als auch die verborgene Stadt in ihrem Inneren. Oben sammelten sich Schrott, improvisierte Werkstätten und die Rostbolzensiedlung; tiefer lagen saubere Hallen, automatisierte Anlagen und der Hof des Königs. Diese räumliche Trennung war politisch. Was als unvollkommen oder ausgemustert galt, blieb an der Oberfläche, während sich die Anhänger der mechanischen Reinheit hinter Metalltoren von den Folgen ihrer Ordnung abschlossen.

Körper als Werkstatt

Die Mechagnome ersetzten Arme, Beine, Augen oder weitere Körperteile durch Maschinen. Für viele war dies selbstgewählte Verbesserung, Überlebenshilfe oder Ausdruck erfinderischer Identität. Ein mechanischer Körper musste nicht weniger persönlich sein als Fleisch. Erinnerung, Humor und Bindung blieben in sehr unterschiedlichen Gestalten erhalten.

König Mechagon machte aus dieser Möglichkeit jedoch eine Rangordnung. Je vollständiger jemand den Fluch des Fleisches ablegte, desto näher schien er der ursprünglichen titanischen Vollkommenheit. Körper wurden nicht mehr nach dem Willen ihrer Bewohner verändert, sondern nach einem Maßstab des Hofes bewertet. Rost, organische Glieder und Zweifel galten als Fehler, die ein guter Erfinder nicht verstehen, sondern beseitigen müsse.

Der Mechursprungsapparat

Der König plante, den Mechursprungsapparat zu aktivieren. Die Maschine sollte nicht nur Freiwillige mechanisieren, sondern alles organische Leben auf Azeroth umwandeln. Was er Reinigung nannte, hätte zahllosen Wesen Körper und Lebensweise genommen. Die Rückkehr zu einem titanengeschmiedeten Ursprung war für ihn wichtiger als jede Geschichte, die erst durch Sterblichkeit, Geburt und Veränderung entstanden war.

Sein Sohn Erazmin widersetzte sich. Er hatte selbst einen weitgehend mechanischen Leib, kämpfte also nicht gegen Technik oder Mechagnome. Er kämpfte gegen den Zwang. In Rostbolzen sammelte er Ausgestoßene, Tüftler und ehemalige Diener des Königs. Der Widerstand reparierte mit Schrott, was die makellose Stadt weggeworfen hatte, und bewies damit jeden Tag, dass Wert nicht davon abhängt, ob etwas dem ersten Entwurf entspricht.

Operation Mechagon

Ein Signal aus einer geöffneten Kammer in Kul Tiras führte Gnome, Goblins und andere Verbündete zur Insel. Gemeinsam mit dem Rostbolzenwiderstand durchbrachen sie die äußeren Anlagen und drangen in die Stadt ein. Werkstätten, Luftabwehr und königliche Maschinen wurden zum Schlachtfeld zwischen zwei Vorstellungen von Erfindung.

König Mechagon verband sich schließlich mit einer gewaltigen Kampfmaschine. Nach seiner Niederlage konnte der Apparat Azeroth nicht mehr verwandeln. Der Sieg war dennoch keine Ablehnung des mechanischen Lebens. Viele Bewohner blieben Mechagnome und wollten es bleiben. Befreit wurde nicht ihr Fleisch, sondern ihre Entscheidung darüber, wie viel Metall, Erinnerung und Veränderung zu ihrem eigenen Körper gehören sollte.

Eine Verbindung ohne Rückbau

Nach dem Tod des Königs näherten sich Mechagon und Gnomeregan wieder an. Gelbin Mekkadrill, selbst schwer verwundet und mit mechanischer Hilfe gerettet, wurde König der vereinten Gnome. Erazmin half bei der Führung Mechagons und brachte die Erfahrungen des Widerstands in dieses neue Verhältnis ein.

Die Wiedervereinigung löschte Jahrhunderte getrennter Entwicklung nicht aus. Mechagon blieb mehr als ein verlorener Stadtteil Gnomeregans, und seine Bewohner mussten nicht zu fleischlichen Gnomen zurückgebaut werden, um dazuzugehören. Die Stadt trägt weiterhin die gefährliche Verlockung technischer Vollkommenheit in ihren Hallen. Zugleich zeigt Rostbolzen, was Erfindung sein kann, wenn sie nicht über Personen herrscht: ein gemeinsames Reparieren, bei dem niemand erst makellos werden muss, bevor die Zukunft ihn gebrauchen darf.