Ein Ort, der den Regeln vorausgeht
Das Mausoleum der Ersten liegt in Zereth Mortis und entzieht sich den vertrauten Gesetzen von Raum und Baukunst. Die Ersten hatten dort keine Toten bestattet, wie der Name für sterbliche Ohren vermuten lässt. Sie bewahrten Muster und Maschinen, mit denen die Ordnung der Schattenlande und möglicherweise der Wirklichkeit selbst gestaltet werden konnte.
Sein Standort war selbst unter den Mächten des Todes ein verbotenes Geheimnis. Die Siegel der Ewigen dienten als Schlüssel und Schutz. Wissen war dort nicht versteckt, weil es bedeutungslos war, sondern weil schon der Wunsch, die Grundregeln der Schöpfung zu berühren, jedes gewöhnliche Machtstreben übertraf.
Zovaals langer Weg zur Tür
Zovaal hatte als Richter versucht, die Siegel seiner Geschwister zu nehmen und das Mausoleum zu erreichen. Dafür wurde er in den Schlund verbannt. Seine Gefangenschaft änderte den Plan nicht. Über Zeitalter brachte er Denathrius, Nathrezim, Helya, Mueh'zala und viele weitere Figuren in Stellungen, aus denen ihre Entscheidungen den Weg erneut öffnen konnten.
Als er alle Siegel besaß, betrat er Zereth Mortis. Er erklärte die bestehende Wirklichkeit für fehlerhaft und eine kommende Gefahr für unausweichlich. Seine Antwort war keine gemeinsame Vorbereitung. Er wollte einen Kosmos schaffen, in dem jeder Wille seinem eigenen untergeordnet wäre. Rettung bedeutete für ihn, dass niemand mehr die Freiheit besaß, falsch zu wählen.
Die Schöpfung unter Herrschaft
Im Mausoleum unterwarf Zovaal Automa und Wächter. Der Architekt Lihuvim, der neue Wesen nach den Mustern der Ersten formte, geriet unter seinen Zugriff. Selbst kosmische Beobachter wie Rygelon und eingedrungene Verschlinger wurden Teil des Kampfes um die Anlagen.
Die Räume erzählten dadurch von Schöpfung als Beziehung zwischen Muster und Möglichkeit. Zovaals Herrschaft entfernte diese Offenheit. Ein Automat durfte nur noch ausführen, eine Seele nur noch dienen, ein kosmisches Gesetz nur noch in die Richtung seines Plans wirken. Er wollte nicht in der Wirklichkeit siegen. Er wollte jede Wirklichkeit abschaffen, in der sein Sieg bestritten werden konnte.
Anduin und die Herren des Schreckens
Auf dem Weg ins Herz des Mausoleums standen Anduin unter Herrschaftsmagie und die Nathrezim als sichtbare Folgen von Zovaals Vorgehen. Anduin wurde durch Erinnerungen an Varian und Saurfang befreit. Die Klinge, die seinen Willen gebunden hatte, zerbrach. Eine Person gewann sich in einem Ort zurück, an dem der Kerkermeister alle Personen zu Bestandteilen machen wollte.
Auch Lords des Schreckens und Rygelon fielen, während die Verbündeten bis zur Ursprungsmaschine vordrangen. Diese Kämpfe waren keine zufällige Reihe von Wächtern. Jede überwundene Macht löste einen weiteren Griff Zovaals um Wissen, Vertrauen oder Körper.
Azeroth widerspricht dem Kerkermeister
Mit der Seelenschmiede unter Eiskrone zog Zovaal Azerit aus der Weltseele und leitete es in die Ursprungsmaschine. Azeroth sollte die Energie liefern, mit der ihre eigene Wirklichkeit ausgelöscht würde. Im letzten Kampf widersetzte sich die Weltseele seinem Zugriff, und die Angreifenden brachen seine Beherrschung.
Zovaal starb mit der Warnung, ein geteilter Kosmos könne das Kommende nicht überstehen. Vielleicht hatte er eine wirkliche Gefahr gesehen. Das Mausoleum zeigt jedoch, weshalb seine Lösung nie Rettung sein konnte. Eine geeinte Wirklichkeit, in der nur ein Wille existiert, ist nicht lebendig genug, um gerettet zu werden. Die Maschine blieb bestehen, doch ihr größter Schutz war am Ende keine Mauer der Ersten. Es waren Sterbliche, die Ungewissheit einer vollkommenen Ordnung unter Zwang vorzogen.