Ehre und StärkeBlackmoore
Lord Valthalak
Bosse

Lord Valthalak

Lord Valthalak war ein drakonischer Adliger, mächtiger Hexenmeister und Vorgänger Drakkisaths als General der Schwarzfelsspitze. Die Söldner der Verhüllten Klinge töteten ihn für sein Zauberbuch, zerbrachen jedoch sein seelengefülltes Amulett und gaben dem Toten damit die Macht, ihre Gemeinschaft durch Spektralassassinen zu vernichten.

Der Weg nach Obere Schwarzfelsspitze

Die Obere Schwarzfelsspitze war Rends Thronsaal und zugleich Nefarians Vorhof. Hinter dem Siegel des Aufstiegs lagen eine gefesselte Feuerwache, die Brutstätte des schwarzen Drachenschwarms, eine Arena für Rends große Inszenierung und Drakkisaths militärisches Zentrum. Die Orcs nannten Rend Kriegshäuptling, doch Dracheneier, chromatische Brut und eine Befehlskette bis zu Nefarian zeigten, wem die Festung tatsächlich diente. In Lord Valthalak erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Bevor Drakkisath Nefarians Armeen führte, trug Valthalak den Rang des Generals der Schwarzfelsspitze. Er war drakonischer Adliger und Hexenmeister von gewaltiger Macht. Seine Stellung verband militärische Autorität mit einem Wissen über Seelen, das selbst erfahrene Abenteurer erst verstanden, als sie längst in seiner Falle standen.

Gremniks Auftrag

Der Goblinschmuggler Gremnik Ritzelspringer begehrte Valthalaks Zauberbuch. Ob er es studieren, verkaufen oder beides wollte, blieb unerheblich, sobald er die Verhüllte Klinge anheuerte. Die Söldnergruppe liebte schwierige Aufträge. Unter ihrem Anführer Anthion Harmon drang sie tief in die obere Spitze ein und tötete Valthalak tatsächlich.

Mit dem Zauberbuch in der Hand hätte die Gruppe fliehen können. Doch der zweiköpfige Ogernekromant Kormok nahm Valthalaks Amulett. Sofort stritten die Gefährten darüber, wer es behalten sollte. Aus Misstrauen und Gier entstand mitten in der Kammer ein so lauter Konflikt, dass selbst andere Verteidiger der Spitze aufmerksam wurden.

Drei Teile einer gebundenen Seele

Die Söldner zerbrachen das Amulett in drei Teile und verlosten die Stücke. Sie wussten nicht, dass ein großer Teil von Valthalaks Geist darin gebunden war. Theldren, Isalien sowie die Geschwister Jarien und Sothos trugen die Fragmente davon. Was wie eine gerechte Aufteilung der Beute wirken sollte, verteilte den Zugang des Toten auf mehrere Leben.

Valthalaks Geist erhob sich und rief Spektralassassinen. Sie jagten die Verhüllte Klinge, töteten Gremnik und fanden die Söldner selbst an immer neuen Orten. Mor Grauhuf stürzte auf der Flucht in die unteren Hallen; andere Gefährten starben weit voneinander entfernt. Valthalak brauchte keinen Körper mehr, um seine Mörder zu erreichen.

Die Verhüllte Klinge löste sich nach dem Auftrag auf. Damit verlor sie genau den Schutz, den Zusammenhalt geboten hätte. Valthalaks Rache traf fortan einzelne Menschen, Tauren, Nachtelfen und andere Gefährten. Das Amulett hatte sich in drei Stücke geteilt; die Gemeinschaft folgte ihm.

Rückkehr durch das Räuchergefäß

Später wurden die Fragmente wieder vereint und Valthalak in seiner alten Kammer durch ein Räuchergefäß der Beschwörung zurückgerufen. Dort musste sein Geist endgültig bezwungen werden. Der letzte Gegner einer langen Rüstungsquest war deshalb kein zufälliger Dämon, sondern das Zentrum einer Geschichte über einen gelungenen Raub, dessen eigentliche Niederlage erst nach dem Sieg begann.