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Drachenmalhafen
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Drachenmalhafen

Drachenmalhafen ist die befestigte Heimat des Drachenmalclans im Schattenhochland. Zaelas Aufstand beendet dort die Herrschaft felverdorbener Orcs und öffnet dem Clan den Weg in die Horde, ohne seine lange Geschichte der Drachenversklavung auszulöschen.

Ein Hafen unter fremder Herrschaft

Drachenmalhafen liegt an der Ostküste des Schattenhochlands. Palisaden, schwere Tore und Anlegestellen machten ihn zum wichtigsten Stützpunkt des Drachenmalclans. Dieser Clan war seit dem Zweiten Krieg berüchtigt. Nekros Schädelbrecher hatte mit der Dämonenseele Alexstrasza gefangen gehalten und den Roten Drachenschwarm gezwungen, Reittiere für die Horde zu stellen. Nach der Niederlage verlor der Clan Grim Batol, doch die Vorstellung, Drachen durch Gewalt beherrschen zu dürfen, blieb ein Teil seiner Geschichte.

Zur Zeit des Kataklysmus herrschten felverdorbene Orcs über den Hafen. Sie behandelten viele Angehörige des eigenen Clans wie Untergebene und hielten an einer Ordnung fest, die Stärke mit Grausamkeit verwechselte. Zaela, eine junge Kriegerin des Clans, sammelte Widerstand. Sie wollte das Drachenmal von seinen Herren befreien und ihm wieder politische Bedeutung geben. Ihr Ziel war keine Rückkehr zur Unschuld, denn eine solche Vergangenheit besaß der Clan nicht. Sie wollte eine Zukunft, in der er nicht länger von Dämonenblut und fremden Befehlen abhängig war.

Die Horde landet im Schattenhochland

Garrosh Höllschrei schickte eine Luftflotte ins Hochland. Zwielichtdrachen griffen die Zeppeline an und zwangen die Überlebenden, ohne gesicherten Stützpunkt weiterzukämpfen. In dieser Lage trafen Hordenangehörige auf Zaelas Aufständische. Beide Seiten brauchten einander. Die Horde benötigte einen Hafen und ortskundige Kämpfer; Zaela brauchte Waffen und Verbündete gegen die Machthaber ihres Clans.

Der Aufstand eroberte Drachenmalhafen. Die felverdorbenen Führer wurden gestürzt, und Zaela öffnete die Tore für die Horde. Der Hafen wurde zur Operationsbasis gegen Hochstade, den Schattenhammer und die übrigen Feinde im Hochland. Für Garrosh war der Beitritt des Drachenmalclans ein Gewinn an militärischer Stärke. Für Zaela bedeutete er Anerkennung und Schutz. Die unterschiedlichen Erwartungen blieben zunächst verborgen, weil beide Seiten im selben Krieg kämpften.

Zaelas Bündnis und seine späteren Folgen

Zaela blieb Garrosh treu, als sich große Teile der Horde gegen ihn erhoben. Sie sah in ihm einen Kriegshäuptling, der Stärke belohnte und ihrem Clan einen Platz gegeben hatte, den andere ihm wegen seiner Vergangenheit verweigerten. Nach Garroshs Sturz half sie ihm bei der Flucht und unterstützte später die Eiserne Horde auf Draenor. Ihr Weg zeigte, dass die Befreiung Drachenmalhafens nicht automatisch zu einer Abkehr von Gewalt und Herrschaft geführt hatte. Der Clan hatte einen Tyrannen gestürzt, sich aber erneut an einen Anführer gebunden, der Eroberung zum Maßstab politischer Größe machte.

Drachenmalhafen blieb dadurch mehr als eine Küstenfestung. Hier begann eine Verbindung, die vom Cataclysm bis zur Belagerung Orgrimmars und weiter nach Draenor führte. Der Ort verkörpert den Versuch eines belasteten Clans, seine Zukunft selbst zu bestimmen. Zugleich zeigt er, wie leicht der Wunsch nach Anerkennung in neue Abhängigkeit führen kann, wenn Stärke wichtiger wird als die Frage, wofür sie eingesetzt wird.