Der Weg nach Prüfung des Champions
Die Prüfung des Champions sollte aus erfolgreichen Turnierkämpfern verlässliche Streiter gegen den Lichkönig machen. Nach dem Wettkampf der Städte wartete deshalb eine Prüfung durch das Licht selbst: entweder die Beichte vor einer lebendig gewordenen Erinnerung oder Eadrics unerbittliche Forderung nach Aufmerksamkeit und Überzeugung. Erst danach zeigte der Schwarze Ritter, dass Arthas die Arena längst als Ziel erkannt hatte. In Der Schwarze Ritter erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Der Schwarze Ritter erschien auf dem Gelände, während die Städte ihre Recken ausbildeten. Gerüchte verbanden ihn mit Westfall oder dem Silberwald, doch seine wahre Aufgabe kam vom Lichkönig. Arthas musste das Turnier nicht mit einer Armee stürmen. Ein einzelner Agent konnte Misstrauen, Mord und Unsicherheit genau dort verbreiten, wo Tirion Zusammenarbeit aufbauen wollte.
Die Spur hinter der schwarzen Rüstung
Champions untersuchten Herkunft, Reittier und Taten des Ritters. Stück für Stück zeigte sich, dass hinter der martialischen Erscheinung kein unabhängiger Herausforderer stand. Er war Teil eines Plans gegen die fähigsten Rekruten des Kreuzzugs. Die Nachforschungen endeten mit seinem Fall, doch in Eiskrone ist ein getöteter Diener selten ein abgeschlossener Fall.
Der Kult der Verdammten erhob den Schwarzen Ritter in den Untod. Damit kehrte er nicht bloß zurück. Seine Wiederauferstehung bewies, dass Arthas die Prüfung beobachtete und ihre Teilnehmer ernst nahm. Jeder Champion, den Tirion vorbereitete, konnte später vor der Zitadelle stehen. Der Lichkönig wollte die vielversprechendsten Kämpfer töten, bevor aus einer Arena eine wirkliche Angriffsarmee wurde.
Ein Herold stirbt vor der versammelten Menge
Nach Eadric oder Blondlocke flog der Schwarze Ritter in das Kolosseum und erschlug einen Herold des Kreuzzugs. Die festliche Ordnung brach in einem Augenblick. Aus einer kontrollierten Prüfung wurde ein echter Angriff, und die Tribünen mussten ansehen, wie nah Arthas' Hand bereits an ihre sorgfältig geschützte Bühne herangekommen war.
In seiner ersten Gestalt schlug der Ritter mit Frost, Seuchen und dunkler Gewalt zu. Den eben getöteten Herold erhob er als Ghoul und zwang den Toten, gegen dessen eigene Verbündete zu kämpfen. So brachte er die Grundregel der Geißel in die Arena: Ein Verlust schwächte nicht nur die eine Seite, sondern konnte augenblicklich die andere verstärken.
Unter dem Fleisch wartet das Skelett
Als der Körper zusammenbrach, stand das Skelett wieder auf und rief eine Armee der Toten. Ghoule füllten das Rund und konnten in Explosionen verwandelt werden. Der sichtbare Ritter war besiegt, aber die Struktur des Untods blieb. Knochen genügten für eine zweite Schlacht, solange Hass und fremder Wille sie bewegten.
Nach dem zweiten Fall löste sich der Ritter in einen Geist. Nun fraß seine bloße Gegenwart am Mut der Lebenden, und jede anwachsende Furcht ließ weitere Angriffe schwerer treffen. Die dritte Phase besaß kaum noch Körper, Rüstung oder ritterliches Bild. Übrig blieb das, was Arthas mit seinem Angriff eigentlich in die Arena tragen wollte: die Überzeugung, dass kein Sieg endgültig sei.
Der vierte und fünfte Tod
Auch dieser Geist wurde bezwungen. Beim späteren Wiederaufleben der Geißel erhoben ihn Schlundgebundene Kyrianer dennoch erneut, und der Argentumkreuzzug musste ihn ein weiteres Mal jagen. Der Schwarze Ritter wurde dadurch zum Sinnbild untoter Hartnäckigkeit. Nicht weil er unbesiegbar war, sondern weil immer neue Herren glaubten, aus demselben gefallenen Körper noch einen weiteren Dienst pressen zu können.