Der Weg nach Düsterbruch
Düsterbruch war einst Eldre'Thalas, eine von Azsharas Hochgeborenen errichtete Stadt des Wissens. Zehntausend Jahre nach dem Großen Bruch hatten Isolation, magischer Hunger und fremde Eroberer ihre Bezirke in verschiedene Reiche zerteilt. Im Osten kämpften Satyrn, Uralte und arkansüchtige Eindringlinge um die Lebenskraft des Wucherborkenviertels, während jede Mauer noch an eine Zivilisation erinnerte, die ihre Schätze bewahrt und dabei ihre Bewohner verloren hatte. In Alzzin der Wildformer erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Legenden nennen Alzzin einen der ersten Schüler Lord Xavius'. Bevor der Fluch der Satyrn seine Gestalt bestimmte, war er ein talentierter arkaner Illusionist. Sein Blick auf Natur war daher nie der eines Druiden. Bäume, Tiere und Wahrnehmung erschienen ihm als Formen, die sich täuschen, beugen und schließlich neu schreiben ließen.
Die Legion fällt, der Auftrag bleibt
Nach der Niederlage der Brennenden Legion am Hyjal zog Alzzin nach Süden. Er wollte die Wälder Kalimdors weiter im Sinne seiner Meister verderben. Doch ein einzelner Satyr mit Illusionen erreichte wenig gegen die Lebenskraft von Feralas. Der große Auftrag überlebte; nur die Mittel fehlten.
Alzzin fand seine Gelegenheit in Eldre'Thalas, einer Stadt, die einst auch zur Welt der Hochgeborenen gehört hatte. Im Schrein von Eldretharr lag die Frucht der Fruchtbarkeit, und um sie herum wirkten uralte Beschützer. Der Satyr kehrte damit nicht in irgendeine Ruine zurück, sondern an einen Ort, an dem arkane Vergangenheit und Naturmacht bereits übereinanderlagen.
Der Schrein wird verdorben
Alzzin korrumpierte den Schrein und bündelte die Lebenskraft des umgebenden Waldes in seinem Versteck. Nun konnten seine Illusionen auf etwas Größeres zugreifen als den eigenen Zauberwillen. Er verwandelte sich, ließ Ranken verdorren, rief Diener und machte die Landschaft selbst zum Material seiner Kunst.
Seine Macht über versklavte Naturbeschützer brachte ihm den Namen Wildformer ein. Der Titel klang nach schöpferischer Nähe zum Leben, bezeichnete aber Herrschaft. Alzzin formte das Wilde nicht gemeinsam mit dessen eigenem Rhythmus; er sammelte seine Kraft, zwang seine Wächter und richtete beides gegen den Wald, aus dem es stammte.
Isalien fällt im Hinterhalt
Zu Alzzins Opfern gehörte Isalien von der Verhüllten Klinge. Die Söldnerin überlebte Valthalaks erste Rache lange genug, um in Düsterbruch von einem anderen Feind getötet zu werden. Damit kreuzte sich Alzzins Geschichte mit jener der zerbrochenen Gruppe, deren Mitglieder an verschiedenen Orten von alten Aufträgen und neuen Gefahren eingeholt wurden.
Erst Zevrims Tod befreite den alten Eisenborke so weit, dass er die Tür zu Alzzins Bau aufbrechen konnte. Natur führte die Angreifer damit selbst zu dem Satyr, der ihre Kraft missbrauchte. Nach Alzzins Niederlage blieb die Verderbnis noch lange in den Mauern spürbar, doch ihr bewusst handelndes Zentrum war verschwunden. Feralas hatte nicht sich selbst geheilt; ein versklavter Beschützer hatte den ersten entscheidenden Zugang erzwungen.