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Alizabal
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Alizabal

Alizabal ist eine Shivarra der Brennenden Legion und die letzte große Gefangene, die während des Kataklysmus aus den Zellen der Baradinfestung hervortritt. Sie kämpft nicht aus Hunger, sondern mit bewusst geschürtem Hass.

Die Hassgebundene

Alizabal gehörte zu den Shivarra, einer dämonischen Spezies, deren vielarmige Priesterinnen der Brennenden Legion mit fanatischer Hingabe dienten. Shivarra verbanden körperliche Gewandtheit mit Magie und religiösem Eifer. Ihre Loyalität galt keiner Heimat, sondern der Vorstellung, dass die Legion alle Welten einer einzigen Ordnung unterwerfen müsse.

Alizabal trug den Beinamen die Hassgebundene. Er beschrieb mehr als ihre Stimmung. Hass war für sie eine Form von Macht, die sie in anderen wecken und gegen sie wenden konnte. Wo Argaloth durch rohe Gewalt und Occu'thar durch Hunger gefährlich waren, verstand Alizabal Gefühle und Feindschaften als Waffen.

Wie sie nach Tol Barad kam

Die genauen Umstände ihrer Gefangennahme sind nicht ausführlich überliefert. Sie wurde jedoch in der Baradinfestung festgesetzt, also an jenem Ort, an dem der Kirin Tor Wesen verwahrte, die für gewöhnliche Kerker zu mächtig oder zu ungewöhnlich waren. Ihre Zelle blieb über Jahre geschlossen, während sich außerhalb der Mauern Reiche veränderten und neue Kriege begannen.

Das Gefängnis sollte ihre Verbindung zur Legion unterbrechen und verhindern, dass sie neue Anhänger beeinflusste. Doch ein Kerker beseitigt die Überzeugung einer Dämonin nicht. Alizabal wartete, und als Todesschwinges Rückkehr die Siegel der Festung schwächte, erhielt sie die Gelegenheit, ihre Gefangenschaft in einen neuen Schauplatz des Hasses zu verwandeln.

Der letzte Ausbruch

Alizabal war die dritte große Insassin, die während der Kämpfe um Tol Barad frei kam. Argaloth und Occu'thar waren bereits bezwungen worden, doch die Festung blieb beschädigt. Ihr Auftreten bestätigte, dass die Ausbrüche keine einzelnen Unfälle waren. Das gesamte System aus Mauern, Wärtern und Magie hatte seine Verlässlichkeit verloren.

Sie traf auf eine Insel, auf der Horde und Allianz ohnehin gegeneinander kämpften. Für eine Dämonin, die Hass kultivierte, war das ein günstiger Boden. Alizabal musste den Fraktionskrieg nicht erfinden. Sie fand vorhandene Feindschaft vor und konnte versuchen, sie zu vertiefen.

Die Jüngerinnen des Hasses

Alizabal war mit den Jüngerinnen des Hasses verbunden, einem Kreis, der ihre Grausamkeit und ihre Lehre weitertrug. Ihre Macht zeigte sich deshalb nicht allein im direkten Kampf. Sie stand für die Fähigkeit der Legion, aus Angst und Kränkung Gefolgschaft zu formen. Wer sich dem Hass hingab, konnte glauben, aus eigenem Willen zu handeln, während er längst einer fremden Sache diente.

Im Kampf schleuderte sie ihre Klingen, sprang zwischen ihren Gegnern und zwang sie, aufeinander zu achten. Ihr Stil spiegelte ihre Natur: Bewegung, Verwirrung und plötzliche Gewalt sollten jede feste Ordnung zerreißen. In den engen Bereichen der Baradinfestung wurde daraus eine besondere Bedrohung.

Das Ende der bekannten Gefangenen

Mit Alizabals Niederlage endete die Reihe der drei großen Ausbrüche, die aus der Baradinfestung bekannt wurden. Die Mauern standen weiter, und der Kampf um Tol Barad war damit nicht aus der Welt. Doch der gefährlichste Inhalt der geöffneten Zellen war vorerst bezwungen.

Alizabals Geschichte zeigt, warum die Festung mehr war als ein Nebenschauplatz des Fraktionskriegs. In ihr lagerten die Überreste älterer Konflikte. Der Kataklysmus öffnete diese Vergangenheit, und die Völker Azeroths mussten Feinde bekämpfen, die lange vor ihrem aktuellen Streit gefangen worden waren. Alizabal war der letzte dieser Gefangenen, aber nicht die letzte Dienerin der Legion, die Hass als Tür nach Azeroth benutzte.