Ehre und StärkeBlackmoore
Mists of Pandaria

Mogu'shangewölbe

Die Mogu'shangewölbe sind ein unterirdisches Machtarchiv aus der Frühzeit des Mogu-Reiches. Hinter ihren versiegelten Toren warten steinerne Wächter, gebundene Herrscherseelen, eine titanische Maschine und die letzten Pläne Lei Shens auf jene, die Pandarias Vergangenheit öffnen.

Mogu'shangewölbe
Geschichte und Hintergründe

Ein verschlossenes Gedächtnis des Reiches

Hoch über dem nördlichen Kun-Lai-Gipfel liegt ein Eingang, der lange nur wie ein weiteres Monument der Mogu wirkte. Dahinter reichen die Mogu'shangewölbe tief in den Berg. Sie wurden nicht als Grab für einen einzelnen Herrscher gebaut, sondern als Schatzkammer einer ganzen Zivilisation. Die Mogu lagerten dort Waffen, Erinnerungen, geraubte Seelen und Kenntnisse über jene titanischen Anlagen, aus denen ihr eigenes Volk hervorgegangen war.

Nach dem Sturz des Mogu-Reiches blieben die Gewölbe verschlossen. Die Pandaren hatten gute Gründe, die Tore nicht anzurühren. In diesen Hallen lag nicht nur Gold. Dort warteten Werkzeuge einer Herrschaft, die andere Völker geformt, versklavt und gegeneinander ausgespielt hatte. Als die Mogu unter Xin und später unter der wiedererstarkenden Zandalari-Verbindung neue Kraft sammelten, wurde aus dem alten Archiv erneut eine unmittelbare Gefahr.

Die Wächter des ersten Tores

Die erste Sicherung bildeten vier Quilen aus Stein: Amethyst-, Kobalt-, Jade- und Jaspisklaue. Solche Wächter waren von den Mogu geschaffen worden, um Paläste und heilige Orte ohne Müdigkeit zu schützen. Sie kannten keine Zweifel und keinen Machtwechsel. Für sie galt noch immer der letzte Befehl einer Dynastie, die seit Jahrtausenden gefallen war.

Hinter ihnen wartete Feng der Verfluchte. Zu Lebzeiten hatte er andere Mogu-Herrscher getötet und ihre Essenz geraubt. Nach seinem Tod band man seinen Geist an die Gewölbe. Feng bewachte die Hallen deshalb nicht aus Treue, sondern weil Machtgier und Fluch ihn aneinandergekettet hatten. Jeder besiegte Feind hatte ihn einst stärker gemacht; nun hielten ihn genau diese geraubten Kräfte gefangen.

Gara'jal und die Könige ohne Ruhe

Mit Gara'jal dem Geisterbinder drang auch die Gegenwart in die Gewölbe ein. Der zandalariische Seelenpriester war kein Überrest des alten Reiches. Er gehörte zu jenen Trollen, die in der Rückkehr der Mogu eine Gelegenheit sahen, den uralten Bund zwischen Zandalari und Donnerkönig zu erneuern. Gara'jal zwang Geister in Masken und Totems und machte aus dem Jenseits ein Arsenal.

Noch tiefer ruhten Qiang der Gnadenlose, Subetai der Schnelle, Meng der Irre und Zian des Endlosen Schattens. Diese vier Geisterkönige stammten aus verschiedenen Epochen des Mogu-Reiches. Jeder verkörperte eine andere Art von Herrschaft: offene Gewalt, militärische Beweglichkeit, zerstörerischen Wahnsinn und verborgene Magie. Gemeinsam zeigten sie, dass die Grausamkeit der Mogu nicht von einem einzigen Kaiser ausging, sondern über Generationen immer neue Formen angenommen hatte.

Elegon und der Wille des Kaisers

Im innersten Teil der Anlage änderte sich das Bild. Hinter steinernen Gräbern lag eine titanische Maschine, deren Ordnung älter war als das Mogu-Reich. Elegon, ein wolkenserpentinenähnliches Energiewesen, bewachte das Nalak'sha-Triebwerk. Die Mogu hatten diese Technik nicht erschaffen. Sie hatten sie entdeckt, untersucht und für ihre eigene Vorstellung von Herrschaft benutzt. Damit wurde sichtbar, dass ihre Macht auf dem Erbe der Titanenwächter beruhte.

Den Abschluss bildeten Jan-xi und Qin-xi, zwei gewaltige Konstrukte, die als Wille des Kaisers erwachten. Sie sollten nicht bloß einen Raum verteidigen. In ihnen lag Lei Shens Plan, eine Armee zu schaffen, deren Gehorsam niemals schwanken würde. Als die beiden fielen, blieb das Triebwerk bestehen, doch der unmittelbare Versuch, die alte Kriegsmaschine wieder in Gang zu setzen, war beendet. Die Gewölbe hatten gezeigt, wie eng Pandarias Gegenwart mit dem verdrängten Erbe der Mogu verbunden war.

Was nach dem Öffnen blieb

Die Mogu'shangewölbe waren nach ihrer Öffnung nicht länger ein namenloses Geheimnis. Ihre Hallen erklärten, warum die Mogu noch immer gefährlich waren, obwohl ihr Reich längst zerfallen war. Sie besaßen Archive, gebundene Ahnen und Zugang zu Maschinen, deren ursprünglichen Zweck kaum jemand vollständig verstand.

Zugleich führten die Spuren aus dem Gewölbe weiter. Gara'jals Anwesenheit verwies auf die Zandalari, die Geisterkönige auf die lange Geschichte der Mogu-Dynastien und das Nalak'sha-Triebwerk auf Lei Shen. Der Donnerkönig war noch nicht zurückgekehrt, doch seine Welt lag bereits bereit. In den Gewölben begann deshalb jener Weg, der später zur Insel des Donners führte.

Quellen