Der Weg nach Tempel von Atal'Hakkar
Der Tempel von Atal'Hakkar sank in den Sümpfen des Elends, doch das Wasser begrub weder den Glauben der Atal'ai noch ihren Plan. In den versunkenen Hallen bewahrten untote Priester, Geister und Wächter die Rituale für Hakkars Rückkehr. Yseras grüner Drachenschwarm sollte das Heiligtum überwachen, geriet aber selbst in den Einfluss des Smaragdgrünen Alptraums. So wurde der Tempel zu einem Ort, an dem zwei Formen der Verderbnis einander nicht aufhoben, sondern gegenseitig tiefer in die Welt zogen. In Jade erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Jade erschien außerhalb des eigentlichen Tempels, dort, wo Reisende noch hätten umkehren können. Als grüner Drache gehörte er zu jenem Schwarm, den Ysera mit dem Schutz des Smaragdgrünen Traums und lebendiger Orte verband. Seine Nähe zu den versunkenen Hallen war deshalb kein zufälliger Flug über den Sümpfen. Hinter dem Eingang arbeiteten die Atal'ai an Hakkars Rückkehr, während der Alptraum bereits nach den entsandten Drachen griff.
Zerstörung zu deinem eigenen Schutz
Jade warnte Eindringlinge, er könne ihnen den Zutritt nicht erlauben und müsse sie zu ihrem eigenen Wohl vernichten. Der Satz klingt widersprüchlich, folgt aber der bitteren Lage des Tempels. Wer eintrat, riskierte Opfer, Verderbnis oder den Tod. Jade kannte nur noch eine Form des Schutzes, die ebenso endgültig war wie die Gefahr dahinter. Ob darin klare Pflicht oder bereits beschädigtes Urteil sprach, bleibt offen.
Wer die Warnung nicht annahm, traf auf ätzenden Atem. Die Säure wirkte nach dem ersten Treffer weiter und machte aus jedem Schritt zum Eingang eine langsam wachsende Last. Jade brauchte keine Priester und keine Statue. Er war die letzte lebendige Grenze vor einem Bauwerk, dessen eigentliche Wächter längst zu Geistern, Untoten oder Dienern des Alptraums geworden waren.
Ein Wächter wechselt den Ort
Nach dem Kataklysmus wurde Jade südlich des Harborage gesichtet und stand nicht länger unmittelbar vor dem Tempel. Der Ortswechsel löst das Rätsel seiner früheren Aufgabe nicht, zeigt aber, dass seine Geschichte über den alten Instanzeingang hinausging. Für die Erinnerung an den versunkenen Tempel bleibt er die seltene Warnung vor der Schwelle: Ein grüner Drache, der Rettung versprach, indem er niemanden passieren lassen wollte.