Ein Priester aus Zandalar
Gara'jal der Geisterbinder war ein zandalariischer Priester mit dunklen geistigen Künsten. Er kam nach Pandaria, als die Zandalari unter dem Propheten Zul erneut nach Verbündeten und Machtquellen suchten. Die Rückkehr Lei Shens versprach nicht bloß einen alten Namen, sondern Zugang zu einem Reich, dessen Geheimnisse seit Jahrtausenden unter Stein und Siegel lagen.
In den Mogu'shangewölben führte Gara'jal einen Trupp zandalariischer Angreifer. Sein Ziel war klar: Er wollte das Schatzhaus aufbrechen und jene arkane Macht und jenes Wissen an sich bringen, die in seinen Hallen verborgen lagen. Er durchbrach die äußeren Mauern, doch weiter als bis zu seiner Niederlage kam der Feldzug nicht.
Zwischen den Reichen der Lebenden und Toten
Der Beiname Geisterbinder beschreibt die Magie, die Gara'jal auszeichnet. In seinem Kampf verschiebt sich die Grenze zwischen der sichtbaren Welt und dem Geisterreich. Totems und Rituale ziehen andere in diesen Bereich hinein; dort wird jede Verwundung zu einer Frage von Körper, Geist und verbleibender Zeit.
Das ist keine Behauptung, dass Gara'jal alle Seelen der Gewölbe beherrschte oder sie zu Waffen machte. Seine Rolle ist enger und zugleich eindringlicher: Er ist der Priester an der Spitze einer Invasion, der seine Kunst nutzt, um einen verschlossenen Ort gewaltsam zugänglich zu machen.
Eine Rückkehr als Geist
Nach seiner Niederlage entzieht sich Gara'jal durch ein Tor in die Geisterwelt dem endgültigen Ende. Später erscheint sein Geist im Thron des Donners erneut, diesmal als Vertreter der Zandalari im Rat der Ältesten. Seine Geschichte verbindet so den ersten Angriff auf die Gewölbe mit der offenen Rückkehr des Donnerkönigs. Der Mann, der nach alter Macht suchte, wird selbst zu einer unruhigen Spur dieser Wiederkehr.