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Zeth'Gol
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Zeth'Gol

Zeth'Gol ist die Hauptstadt des Blutenden-Hohl-Clans im westlichen Tanaandschungel. Unter Kilrogg Totauge werden Jagd, Ahnenrituale und die Bereitschaft zum eigenen Opfer zu Grundlagen eines Clans, den Gul'dan später in den Schattenrat zieht.

Die Hauptstadt des Blutenden Hohl

Im westlichen Tanaandschungel errichtete der Blutende-Hohl-Clan Zeth'Gol. Hölzerne Befestigungen, Gruben und Pfade zwischen dichtem Bewuchs machten die Stadt zu einem Ort, der stärker von Jagd und Ritual als von Handel geprägt war. Der Clan kannte den Dschungel, seine Tiere und seine verborgenen Wege. Wer in dieses Land eindrang, bewegte sich durch ein Gebiet, in dem Beobachter lange unsichtbar bleiben konnten.

Kilrogg Totauge führte den Clan. In seiner Jugend hatte er in einem Ritual eine Vision seines eigenen Todes gesehen und dafür ein Auge geopfert. Dieses Wissen nahm ihm die Furcht vor vielen Gefahren, weil er glaubte zu wissen, welcher Augenblick sein letzter sein würde. Für seine Anhänger wurde diese Gewissheit zum Beweis besonderer Entschlossenheit. Für Kilrogg selbst konnte sie jedoch auch Rücksichtslosigkeit rechtfertigen: Solange eine Tat nicht zu dem gesehenen Tod führte, erschien sie ihm überlebbar.

Ein Clan zwischen Garrosh und Gul'dan

Garrosh suchte Kilrogg auf, als er die Orcclans zur Eisernen Horde vereinte. Der Blutende-Hohl-Clan brachte Späher, Jäger und Krieger ein, die in Tanaan kaum zu überraschen waren. Zeth'Gol wurde dadurch Teil einer Kriegsmaschine, die nicht aus Dämonenblut, sondern aus Stahl, Belagerungstechnik und dem gemeinsamen Willen zur Eroberung bestehen sollte. Kilrogg folgte Grommash, weil die Eiserne Horde dem Clan Größe versprach, ohne den alten Preis Gul'dans zu verlangen.

Nach den Niederlagen dieses Bündnisses änderte sich die Lage. Gul'dan übernahm Tanaan und bot den geschlagenen Orcs erneut dämonische Macht. Kilrogg trank nun doch Mannoroths Blut. Seine Entscheidung war keine bloße Wiederholung von Grommashs ursprünglichem Fehler. Er hatte den Zusammenbruch der Eisernen Horde gesehen und suchte in der Legion die Macht, die sein Clan aus eigener Kraft nicht mehr besaß. Zeth'Gol geriet damit unter den Einfluss des Schattenrats.

Blutrituale im Herzen der Stadt

Unter Gul'dans Herrschaft wurden die Rituale des Clans dunkler. Gefangene Draenei und Frostwölfe dienten als Opfer; Blutmagie und dämonische Verderbnis ergänzten die alten Bräuche. Der Übergang war möglich, weil Gul'dan keine völlig fremde Kultur über Zeth'Gol stülpte. Er nahm vorhandene Vorstellungen von Opfer, Vision und Stärke und richtete sie auf die Legion aus.

Angreifer aus Vol'mar und der Löwenwacht drangen später gegen die Stadt vor. Sie zerstörten Vorräte, befreiten Gefangene und schwächten die Stellungen des Blutenden Hohl. Kilrogg selbst zog sich in die Höllenfeuerzitadelle zurück, wo er im Dienst Gul'dans fiel. Zeth'Gol blieb als Hauptstadt eines Clans bestehen, dessen größter Stolz zugleich seine Schwachstelle geworden war: Die Bereitschaft, Schmerz und Tod ohne Zögern anzunehmen, machte seine Krieger mutig, aber auch empfänglich für einen Herrn, der jedes Opfer für seine eigenen Ziele nutzte.