Ehre und StärkeBlackmoore
Yalnu
Bosse

Yalnu

Yalnu war ein urzeitlicher Genesaurier aus Draenors endlosem Krieg zwischen ungezügeltem Wachstum und den Kindern des Steins. Die Energien des Kirin-Tor-Portals verrieten ihm eine neue, kaum vorbereitete Welt. Er trat bis vor Sturmwind und wollte Azeroth in einen Boden verwandeln, auf dem seine Art ohne alten Gegner wuchern konnte.

Der Weg nach Der Immergrüne Flor

Im Immergrünen Flor zeigte Gorgrond, dass Leben ebenso erbarmungslos erobern konnte wie Feuer oder Eisen. Die Botani überwucherten einen Außenposten der Kirin Tor und fanden dort ein instabiles Portal nach Azeroth. Zwischen Sporen, Ranken und uralten Pflanzenriesen entschied sich deshalb nicht nur das Schicksal einiger Magier, sondern auch, ob Draenors ungebremstes Wachstum bis vor die Tore Sturmwinds gelangen würde. In Yalnu nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Lange vor der Eisernen Horde rangen in Gorgrond zwei gewaltige Abstammungslinien miteinander. Aus dem Wachstum kamen Genesaurier und Botani, aus dem Vermächtnis des steinernen Grond Magnaron und Gronn. Beide Seiten formten Landschaften, zerschmetterten Körper und hielten einander über Äonen in einem blutigen Gleichgewicht. Yalnu war ein uralter Sohn dieses Krieges und kannte keine Welt jenseits seines Ringens.

Die Magie des Kirin-Tor-Außenpostens strahlte für ihn wie ein Duft durch Gorgrond. In ihr lag mehr als arkane Kraft. Das Portal berührte eine andere Welt. Yalnu spürte darin eine Möglichkeit, die kein Sieg über einen einzelnen Magnaron bieten konnte: einen Boden, auf dem das Wachstum seiner Art nicht bereits von uralten Feinden begrenzt wurde.

Durch das Portal nach Azeroth

Als die Botani den Außenposten überwucherten, wurde aus der Verbindung ein Einfallstor. Yalnu folgte ihr und trat nicht irgendwo in einer verlassenen Wildnis hervor, sondern am Rand Sturmwinds. Hinter den Mauern lebten unzählige Menschen, und jenseits der Stadt lagen Wälder und Felder einer Welt, die Draenors Genesaurier nur aus der Ferne gespürt hatten. Ein einziger sicherer Wurzelgrund hätte weitere Ausbreitung ermöglicht.

Yalnu zwang den Boden, in kürzester Zeit neue Schösslinge hervorzubringen. Wurden sie nicht zertreten, wuchsen daraus wilde Peitscher, und weitere uralte Pflanzen brachen mit Gewalt aus der Erde. Dies war keine langsame natürliche Besiedlung. Seine Genesis verdichtete Generationen in wenige Atemzüge, bis aus einer freien Fläche ein Heer lebender Angreifer entstand.

Die Kirin Tor waren nicht vollständig gefallen. Lady Baihu und ihre Kampfmagier stellten sich Yalnu entgegen und hielten einen Feuerstrom auf den Genesaurier gerichtet. Seine Ranken versuchten, diese Helfer zu fesseln, während neue Pflanzen sie bedrängten. Der Kampf wurde dadurch zu gemeinsamer Verteidigung: Die Verfolger aus Draenor mussten jene Magier schützen, deren Portal die Gefahr überhaupt erst herübergelassen hatte.

Azeroth bleibt unbewurzelt

Yalnu fiel, bevor sein Flor vor Sturmwind dauerhaft Wurzeln schlagen konnte. Mit ihm endete nicht Draenors uralter Krieg, doch eine Ausbreitung auf eine zweite Welt wurde verhindert. Sein Weg erinnerte die Kirin Tor an die doppelte Richtung jedes Portals. Eine Verbindung bringt Wissen und Verbündete herbei, aber sie bietet auch jeder Macht auf der anderen Seite einen Pfad zurück.