Ehre und StärkeBlackmoore
Oshir
Bosse

Oshir

Oshir war einst ein gefürchteter Saberonjäger in den Spitzen von Arak. Die Donnerfürsten fingen ihn, brachen seinen Willen und verschleppten ihn nach Gorgrond, um ihn als Kämpfer der Eisernen Horde abzurichten. In jedem Tag der Gefangenschaft bewahrte er nur einen Wunsch: endlich das Blut seiner Peiniger zu kosten.

Der Weg nach Eisendocks

An Gorgronds Küste sammelte die Eiserne Horde in den Eisendocks Soldaten, Züge, Kriegsbestien und Schiffe für einen Angriff auf Shattrath. Der Hafen war Werft und Aufmarschgebiet zugleich. Zwischen exerzierenden Grom'kar, angeheuerten Spezialisten und gebrochenen Kreaturen zeigte sich die neue Kriegsordnung der Orcs: Alles, was laufen, fliegen, schießen oder Angst verbreiten konnte, wurde in eine Waffe verwandelt und auf denselben Feldzug ausgerichtet. In Oshir nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Bevor Ketten seinen Weg bestimmten, streifte Oshir als Raubtier durch die Spitzen von Arak. Sein Rudel fürchtete und respektierte ihn. Dort war Jagd Teil eines Lebens, das er kannte und in dem seine Stärke einen eigenen Platz besaß. Er war gefährlich, aber nicht die Waffe eines fremden Feldzugs.

Die Falle der Donnerfürsten

Jäger des Donnerfürstenklans stellten Oshir eine Falle. Dieser Klan hatte Erfahrung darin, große Bestien Draenors zu überwältigen und für den Krieg nutzbar zu machen. Oshir wurde nicht in einem freien Kampf besiegt, sondern aus seiner vertrauten Umgebung gerissen und nach Gorgrond transportiert. Der Weg in die Eisendocks begann als Beutezug.

Die Eiserne Horde wollte aus dem Saberon einen Kämpfer machen. Dafür genügte Gefangenschaft nicht; sein Wille sollte gebrochen und jede alte Bindung durch Befehl ersetzt werden. Oshir lernte Käfig, Schmerz und die Erwartung, auf fremde Ziele loszugehen. Doch Unterwerfung löschte seinen Hass nicht. Sie gab ihm jeden Tag einen neuen Grund, ihn zu bewahren.

Als Oshir seine Fesseln sprengte, raste er durch den Ladebereich und stürzte sich auf alles in Reichweite. Er fixierte Beute, riss sie mit Klauen und Zähnen zu Boden und ließ erst los, wenn andere ihn mit genügend Kraft zurücktrieben. Die Freiheit kam als Fressrausch, weil die Eiserne Horde ihm keine andere Sprache für seinen ersten ungebundenen Augenblick gelassen hatte.

Käfige öffnen sich

Oshir sprang zu weiteren Käfigen und befreite Wölfe oder Rylaks. Die eingesperrten Tiere wurden nicht automatisch seine Verbündeten; sie griffen jeden nahen Körper an. Dennoch lag in jedem geöffneten Gitter eine Antwort auf das System der Docks. Gefangenschaft hatte viele Arten nebeneinander gelagert, und ihr gleichzeitiger Ausbruch verwandelte die Ordnung der Wärter in unkontrollierbare Wildnis.

Oshir fiel, bevor er nach Arak zurückkehren oder seine Peiniger gezielt erreichen konnte. Sein Ende war kein gerechter Lohn für die Gefahr, die er darstellte. Es war die letzte Folge einer Unterwerfung, die aus einem freien Jäger eine rasende Kriegsbestie gemacht hatte. Die Eiserne Horde verlor ihr Werkzeug, doch der Saberon erhielt kein Leben zurück, das sie ihm genommen hatte.