Ehre und StärkeBlackmoore
Nitrogg Donnerturm
Bosse

Nitrogg Donnerturm

Nitrogg Donnerturm fand in der Eisernen Horde eine Armee, die seine Liebe zu Feuer, Pulver und schwerem Geschütz belohnte. Auf dem fahrenden Grimmzug verteidigte er die Artillerie für den Angriff auf Shattrath und musste erleben, wie erbeutete Schwarzfelsmunition gegen seine eigene Sturmkanone gerichtet wurde.

Der Weg nach Grimmgleisdepot

Das Grimmgleisdepot war Werkstatt, Verladeplatz und Herz einer gepanzerten Bahnlinie, mit der die Eiserne Horde Erz, Geschütze und Soldaten durch Gorgrond bewegte. Als ein schwer bewaffneter Zug nach Shattrath aufbrach, wurde aus einem Angriff auf die Versorgung ein Wettlauf auf fahrenden Waggons. Wer den Grimmzug nicht rechtzeitig aufhielt, ließ seine Kanonen unmittelbar gegen die bedrängte Stadt der Draenei rollen. In Nitrogg Donnerturm nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Nitrogg musste nicht erst von der Schönheit einer Explosion überzeugt werden. Feuer, Pulver und der kurze Augenblick, in dem ein festes Ziel unter gewaltigem Lärm auseinanderbrach, entsprachen seiner Vorstellung von Macht. In einer gewöhnlichen Streitmacht hätte diese Leidenschaft Grenzen finden können. Die Eiserne Horde machte sie zur beruflichen Voraussetzung und gab ihm immer größere Waffen in die Hände.

Aufstieg mit der mechanisierten Armee

Garroshs Wissen beschleunigte Draenors Kriegstechnik. Wo früher Krieger, Wölfe und Belagerungsgerät getrennt bewegt wurden, entstanden nun gepanzerte Züge und fest montierte Geschütze. Nitrogg stieg in diesem neuen Gefüge rasch auf, weil er Maschine und Zerstörungswillen ohne Zögern verband. Schließlich beaufsichtigte er die Artillerie des Grimmgleises und damit einen entscheidenden Teil der Versorgung.

Der Zug, den Nitrogg verteidigte, war nicht für eine Vorführung bestimmt. Seine Kanonen sollten die Verteidigung um Shattrath brechen und der Eisernen Horde den Weg in die Stadt öffnen. Während die Waggons durch Gorgrond ratterten, verkürzte sich mit jedem Radschlag die verbleibende Zeit. Nitrogg brauchte keinen langen Feldzug zu gewinnen. Er musste nur dafür sorgen, dass seine Ladung das Ziel erreichte.

Als die Angreifer ihn auf dem Zug stellten, kämpfte Nitrogg zunächst selbst zwischen den Waggons. Sobald der Widerstand zu groß wurde, zog er sich zur gewaltigen Sturmkanone am Ende des Abschnitts zurück. Hinter Stahl und Feuer schien er nun in seinem eigentlichen Element. Sperrfeuer schnitt Wege ab, während weitere Soldaten der Eisernen Horde aus den Wagen strömten und die Geschützstellung abschirmten.

Die Munition wechselt die Seite

Doch jeder neue Soldat brachte zugleich Material auf das Schlachtfeld. Schwarzfelsgranaten und Mörsergeschosse konnten erbeutet, in verlassene Geschütztürme geladen und gegen Nitroggs Stellung gerichtet werden. Die Versorgung, auf der seine Überlegenheit beruhte, wurde zur Quelle seines Untergangs. Seine Kanone war zu mächtig für bloße Klingen, aber nicht für die eigene Munition der Eisernen Horde.

Als die Sturmkanone zerbrach, blieb Nitrogg wieder nur der unmittelbare Kampf. Er fiel auf jenem Zug, dessen Feuerkraft Shattrath hatte bezwingen sollen. Sein Ende zeigte die Gefahr einer Armee, die jedes Problem in größere Waffen übersetzt: Wer seine gesamte Macht in Maschinen und Nachschub legt, liefert dem Gegner zugleich alles, was dieser benötigt, sobald er die Bedienung übernimmt.