Ehre und StärkeBlackmoore
Vorrik
Charakter

Vorrik

Vorrik ist ein Hüter der Sethrak und Anführer der Ergebenen in Vol'dun. Er bewahrte einen der Schlüssel zu Mythrax' Grab, widersetzte sich Kaiser Kortheks Treulosen und führte die Überlebenden seines Volkes zurück zum Glauben an Sethraliss, nachdem ein alter Freund aus Pflichtvergessenheit einen Bürgerkrieg entfesselt hatte.

Drei Hüter für ein gefährliches Grab

Lange vor dem Krieg zwischen Ergebenen und Treulosen bedrohte Mythrax der Auflöser Vol'dun. Die Loa Sethraliss opferte sich, um den C'Thrax zu besiegen. Weil sein Körper unter Atul'Aman nicht erneut erweckt werden durfte, rief Sulthis zwei weitere Sethrak zu Hilfe: Vorrik und Korthek. Gemeinsam errichteten die drei eine Barriere um das Grab. Jeder Hüter schuf einen mit seiner eigenen Macht erfüllten Schlüssel.

Vorrik galt als gerecht, standhaft und tief mit Sethraliss verbunden. Zusammen mit Sulthis und Korthek führte er das Volk der Sethrak und lehrte den Glauben an die Loa. In den Hügeln besaß er ein verborgenes Heiligtum, in das er sich zur Meditation zurückzog. Seine Autorität beruhte nicht auf einem Kaisertitel, sondern auf einer Pflicht: Der Hüter sollte eine Macht einschließen, die niemals als Waffe benutzt werden durfte.

Korthek bricht den Eid

Korthek begann, von Eroberung zu sprechen. Er wollte Mythrax erwecken und gegen ganz Zandalar einsetzen. Aus Anhängern dieser Idee bildeten sich die Treulosen. Sie töteten Sulthis, vertrieben Vorrik und verfolgten alle Sethrak, die Sethraliss die Treue hielten. Korthek erklärte sich zum Kaiser und machte aus einer religiösen Gemeinschaft ein kriegerisches Reich.

Vorrik und seine Ergebenen gingen in den Untergrund. Lange hoffte er, seinen alten Gefährten noch überzeugen zu können. Diese Hoffnung war keine Blindheit gegenüber den Morden, sondern Ausdruck der gemeinsamen Vergangenheit: Korthek war einst Mitwächter des Grabes und Lehrer im selben Heiligtum gewesen. Für Vorrik bedeutete der Bürgerkrieg deshalb auch, gegen einen Mann kämpfen zu müssen, mit dem er die wichtigste Pflicht seines Lebens geteilt hatte.

Der Schlüssel in fremden Händen

Die Treulosen nahmen Vorrik gefangen, schlugen ihn und vergifteten ihn mit Kroluskgift. Damit sie seinen Schlüssel nicht fanden, steckte er ihn heimlich dem ebenfalls gefangenen Allianzsoldaten James zu. Später wurde Vorrik in der Knochenspur-Schlucht zum Sterben zurückgelassen. Ein Allianzabenteurer und Sergeant Ermey fanden ihn und stellten ein Gegengift her.

Vorrik führte die beiden zur Terrasse der Ergebenen, half bei ihrer Verteidigung und erhielt seinen Schlüssel von James zurück. Er erklärte den Fremden die Geschichte der Hüter, Sethraliss' Opfer und Kortheks Verrat. Obwohl Allianz und Sethrak einander vorher kaum kannten, entstand aus der Rettung eine zeitweilige Zusammenarbeit. Für Vorrik zählte, ob jemand bereit war, Mythrax' Gefängnis zu schützen, nicht welchem Reich er angehörte.

Die Ergebenen und die Vulpera

Kurz darauf rettete ein Hordechampion Vorrik aus einer weiteren Gefangenschaft. Kriegswache Rakera und Klingenwache Kaja brachten Sulthis' Schlüssel zur Terrasse. Vorrik legte ihn neben seinen eigenen. Zugleich traf er in seinem früheren Heiligtum auf die Vulpera, die dort befreite Sklaven versteckten. Kiro, Nisha und Meerah führten Menschen aus den Lagern der Treulosen in die sichere Wüste.

Vorrik unterstützte ihren Widerstand. Mit Nisha lenkte er die Treulosen ab, befreite unterdrückte Pterrordaxe und gewann Rakjan den Ungebrochenen als Verbündeten. Auf dessen Rücken griff er Kortheks Streitkräfte aus der Luft an. Die Zusammenarbeit verband drei Gruppen, die das Kaiserreich getrennt hatte: verfolgte Sethrak, versklavte Vulpera und zandalariische Soldaten. Vorriks Heiligtum wurde dadurch wieder ein Ort des Schutzes statt ein Denkmal verlorener Einheit.

Das Ende des Kaisers und die Rückkehr Mythrax'

Vorrik stellte Korthek schließlich gemeinsam mit seinen Verbündeten. Der Kaiser behauptete, er habe niemanden gezwungen, ihm zu folgen, denn die Sethrak seien von Natur aus Eroberer. Vorrik antwortete, dass ihr Volk wegen Korthek tot sei, und tötete seinen ehemaligen Gefährten. Der Sieg kam jedoch zu spät, um dessen Plan vollständig aufzuhalten. General Jakra'zet hatte die drei Schlüssel gestohlen.

Bei Atul'Aman opferte sich Jakra'zet, um Mythrax zu erwecken. Vorrik, Kaja, Rakera und ihr Begleiter entkamen nur knapp. Die Hüter hatten versagt, obwohl Vorrik seinem Eid treu geblieben war: Nicht sein eigener Schlüssel, sondern der Krieg um alle Schlüssel hatte das Grab geöffnet. Statt zu verzweifeln, suchte er nach der einzigen Macht, die Mythrax schon einmal aufgehalten hatte. Die Zeit für Sethraliss' Wiedergeburt war längst gekommen, doch etwas hielt die Loa zurück.

Die Rückkehr zu Sethraliss

Vorrik sandte Helden in den Tempel von Sethraliss. Dort war die heilige Stätte von Verderbnis befallen und die Wiederkehr der Loa blockiert. Nach der Reinigung erschien ihr Avatar und kehrte zu den Ergebenen zurück. Für Vorrik war dies mehr als militärische Verstärkung. Korthek hatte behauptet, die alte Religion sei Schwäche und die Zukunft gehöre der Eroberung. Sethraliss' Rückkehr widerlegte diese Behauptung sichtbar.

Vorriks Geschichte endet nicht mit der Wiederherstellung der alten Ordnung. Sulthis war tot, Korthek gefallen, Mythrax erwacht und Vol'dun durch Bürgerkrieg verwüstet. Die Ergebenen mussten ihr Volk aus diesen Resten neu aufbauen. Vorrik blieb dabei Hüter, obwohl die ursprüngliche Barriere zerbrochen war. Seine Aufgabe bestand nun darin, die Erinnerung an den Eid zu bewahren: Macht sollte Leben schützen, nicht aus dem Grab geholt werden, um andere zu beherrschen.