Ehre und StärkeBlackmoore
Maleki der Leichenblasse
Bosse

Maleki der Leichenblasse

Maleki gehörte zu den ersten Anhängern des Kults der Verdammten. Als lebender Mensch übte er Frost- und Schattenmagie in Stratholme, getrieben von dem Wunsch, eines Tages als Lich neu erschaffen zu werden.

Der Weg nach Stratholme

Stratholme war einst eine der großen Städte Lordaerons, bis verseuchtes Getreide und Arthas Menethils Entscheidung zur Säuberung ihre Straßen in ein Massengrab verwandelten. Jahre später teilten sich zwei Feinde die brennenden Ruinen. Im Westen hielt der Scharlachrote Kreuzzug eine Bastion, ohne zu wissen, dass Balnazzar ihn aus Saidans gestohlenem Körper lenkte. Im Osten bewachten die Diener Baron Totenschwurs Ziggurate, Kristalle und das Schlachthaus der Geißel. Jeder Weg durch die Stadt führte deshalb nicht nur an Gegnern vorbei, sondern durch verschiedene Antworten auf dieselbe Katastrophe: Fanatismus, Untod, Schuld und die Unfähigkeit der Toten, Stratholme loszulassen. In Maleki der Leichenblasse erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Einer der ersten Verdammten

Maleki schloss sich früh dem Kult der Verdammten an. Er musste nicht durch Untod gezwungen werden, denn der Gedanke an Macht und ewiges Bestehen genügte. Während Kel'Thuzads Versprechen für viele erst später zur Falle wurde, suchte Maleki bewusst nach jener Kälte, die aus einem menschlichen Magier einen Diener des Grabes machen konnte.

In Stratholme war Maleki noch ein sterblicher Mensch. Sein Beiname ließ ihn dennoch wie das Ergebnis wirken, das er anstrebte. Frost schützte seinen Körper, Eis schloss andere ein, und Schatten entzog ihnen Leben, um ihn selbst zu stärken. Er trug den Tod nicht als Zustand, sondern als erlernte Methode.

Maleki übte unablässig, weil er als Lich neu geschaffen werden wollte. Darin lag mehr als Angst vor dem Sterben. Ein Lich versprach fortgesetztes Denken, große Zaubermacht und einen Platz in der Ordnung der Geißel. Für dieses Ziel behandelte er das eigene Menschsein als vorläufige Hülle, die nur lange genug halten musste, bis ein mächtigerer Körper bereitstand.

Der dritte Kristallwächter

Maleki bewachte einen der Ziggurate und damit einen Teil des Zugangs zu Rivendares Schlachthaus. Baroness Anastari herrschte über fremde Körper, Nerub'enkan trug den geraubten Willen einer besiegten Kriegerin, und Maleki stand freiwillig zwischen ihnen. Die drei Wächter zeigten drei Wege in den Dienst der Geißel: Besitznahme, Zwang und ehrgeizige Zustimmung.

Seine Niederlage zerstörte den Kristall und öffnete den Weg, bevor Maleki die ersehnte Erhebung zum Lich erhielt. Der Leichenblasse starb als Mensch, der sein Menschsein längst verachtet hatte. So wurde sein Ende zur Umkehr des Versprechens, das ihn gelockt hatte: Er opferte alles für ewige Macht und erreichte nicht einmal die Unsterblichkeit, die ihm als nächster Schritt erschienen war.