Die Stimme des Kultes
Der Kult der Verdammten hatte die Seuche in Lordaeron vorbereitet und dem Lichkönig freiwillige Diener zugeführt. Lady Todeswisper führte diesen Kult innerhalb der Eiskronenzitadelle. Ihre Halle war zugleich Tempel, Versammlungsort und Verteidigungsstellung. Dort sprach sie zu Anhängern, die Arthas' Herrschaft nicht als Fluch, sondern als kommende Erlösung verstanden.
Todeswisper war selbst ein Lich. Sie hatte den sterblichen Körper hinter sich gelassen und stützte ihre Existenz auf Nekromantie. Anders als viele willenlose Untote bewahrte sie Sprache, Planung und religiöse Autorität.
Glaube als Waffe
Ihre Kultisten ließen sich verwandeln, opfern und wiedererwecken. Fanatiker griffen mit Waffen an, Anhänger wirkten Zauber, und Todeswisper verstärkte ausgewählte Diener zu gefährlicheren Formen. Der Kult funktionierte, weil seine Mitglieder glaubten, ihr Tod sei kein Verlust, sondern ein weiterer Dienst.
Zunächst schützte Todeswisper sich mit einem mächtigen Manaschild und ließ ihre Gemeinde kämpfen. Erst als diese magische Reserve erschöpft war, trat sie selbst in den offenen Kampf. Frostzauber, Geister und ihre fortgesetzte Nekromantie machten deutlich, dass die Predigerin zugleich eine erfahrene Zauberwirkerin war.
Der Kult verliert seine Führerin
Todeswispers Fall schwächte die organisierte Anhängerschaft des Lichkönigs in der Zitadelle. Der Kult verschwand damit nicht aus der Welt, doch seine wichtigste Stimme am Frostthron verstummte. Nun stand der Weg zu den oberen Plattformen offen, wo ausgerechnet der Krieg zwischen Horde und Allianz den Vormarsch erneut gefährdete.