Der Weg nach Grube von Saron
In der Grube von Saron schürften versklavte Gefangene das Blut Yogg-Sarons aus dem Eis und schleppten es zu den kalten Schmieden der Geißel. Saronit wurde dort zu Klingen, Rüstung und Folterwerkzeug. Der Angriff von Allianz oder Horde war deshalb zugleich Befreiungsmission und Vorstoß zum verborgenen Eingang der Hallen der Reflexion, wo Frostgram unbewacht liegen sollte. In Krick und Ick erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Krick war klein, aber seine Stellung beruhte nicht auf eigener Körperkraft. Er ritt auf Ick, einem ungewöhnlich großen Seucheneruptioner, und leitete von dort die untoten Arbeiter der Grube. Die Zombies schichteten Erz auf, Ick trug den Aufseher und Krick entschied, welcher Körper wohin musste. Seine Macht bestand darin, für jede Last jemand anderen zu finden.
Sicherheit auf dem Rücken eines Monsters
Während des Kampfes ließ Krick sich nicht unmittelbar angreifen. Icks Masse stand zwischen ihm und jedem Schlag. Von oben warf der Gnom giftigen Abfall, Schattenmagie und Sprenggeschosse. Der Seucheneruptioner war Reittier, Schutzschild und Waffe zugleich, ohne dass er je gefragt wurde, ob die Befehle auf seinem Rücken auch seine eigenen waren.
Krick wechselte seine Ziele launisch und schickte Ick auf einzelne Menschen. Eine Giftwolke zwang alle zur Flucht aus der Nähe, während explosive Kugeln den Boden mit verzögerten Detonationen füllten. Die Begegnung wirkte chaotisch, folgte aber einem einfachen Muster: Krick schuf Gefahr auf Distanz, Ick trieb die Opfer genau in diese Gefahr hinein.
Nach Icks Tod bleibt nur eine Stimme
Als Ick zusammenbrach, verlor Krick in einem Augenblick Schutz, Höhe und Gewalt. Der Gnom griff nicht weiter an. Er flehte um sein Leben und bot Wissen an. Die plötzliche Unterwerfung zeigte, wie wenig von seiner Überlegenheit ihm selbst gehört hatte. Ohne den Körper unter sich war der Aufseher nur noch ein Mann, der hoffte, ein nützliches Geheimnis sei mehr wert als Rache.
Krick verriet, dass in Arthas' privater Kammer Frostgram zu finden sei und die Klinge die Wahrheit enthalte. Jaina sah darin die Möglichkeit, den Lichkönig von seiner Waffe zu trennen; Sylvanas traute dem Angebot weit weniger, wollte die Spur aber dennoch verfolgen. Aus der Bitte eines Feiglings wurde der Hinweis, der den ganzen verborgenen Angriff tiefer in die Zitadelle führte.
Tyrannus beendet die Aussage
Geißelfürst Tyrannus nannte Krick eine wertlose Plage und tötete ihn mit Nekromantie. Die Geißel duldete keinen Diener, der Wissen gegen das eigene Überleben eintauschte. Allianz und Horde deuteten den Tod verschieden, doch beide nahmen die Information mit. Krick erhielt keine Gnade; sein Verrat überlebte ihn trotzdem und öffnete den Weg, den Tyrannus hatte verschließen wollen.