Ein Astraler ohne Körper
Ameer gehört zu den Astralen, einem Volk von K'aresh. Als der Leerenfürst Dimensius der Allesverschlingende ihre Heimat angriff, verloren die Bewohner ihre körperliche Gestalt. Ihre Seelen überlebten als Energiewesen, die sich mit verzauberten Stoffbinden und Rüstungen eine sichtbare Form gaben. Ein Teil der Überlebenden floh durch den Kosmos und baute neue Handels- und Machtstrukturen auf.
Die gemeinsame Katastrophe einte die Astralen jedoch nicht. Das Astralenreich wollte Vergeltung um nahezu jeden Preis und führte Experimente durch, die andere Welten und selbst Angehörige des eigenen Volkes gefährdeten. Als Gegenbewegung entstand das Protektorat. Für seine Mitglieder war das Astralenreich inzwischen beinahe ebenso bedrohlich wie Dimensius selbst. Ameer wurde zum führenden Offizier dieser Bewegung in der Scherbenwelt.
Der Wachposten des Protektorats
Während des Feldzugs in der Scherbenwelt leitete Kommandant Ameer den Wachposten des Protektorats im Nethersturm. Die zerbrochene Region war voller Manaschmieden, Stasiskammern und Anlagen des Astralenreichs. Ameer arbeitete häufig über eine magische Projektion, nachdem ein erster persönlicher Kontakt hergestellt worden war. So konnte er Aufträge erteilen, ohne jeden gefährlichen Außenposten selbst aufsuchen zu müssen.
Seine Stellung lag nahe den Aktivitäten von Nexus-König Salhadaar und dessen Streitkräften. Das Astralenreich sperrte Gefangene aus vielen Welten in Stasiskammern, untersuchte ihre Kräfte und nutzte die Energie des Nethersturms. Ameer ließ Schlüssel, Identifikationskataloge und Geheimnisse der Gefängnisse beschaffen. Die Einsätze sollten nicht nur einzelne Gefangene retten, sondern die Struktur hinter den Entführungen offenlegen.
Krieg gegen das Astralenreich
Ameer beauftragte Helden der Horde und Allianz mit Angriffen auf Stützpunkte des Astralenreichs. Dabei wurden Gefangene befreit, Daten gesammelt und Zugänge zu gesicherten Kammern geöffnet. Der Konflikt war ein Bürgerkrieg unter Überlebenden K'areshs: Beide Seiten kannten dieselbe verlorene Heimat, zogen daraus aber gegensätzliche Lehren. Salhadaars Gefolgsleute setzten auf Macht und Rache, während das Protektorat verhindern wollte, dass diese Besessenheit weitere Völker vernichtete.
Mit Unterstützung der Abenteurer brach das Protektorat die Operationen des Astralenreichs im Nethersturm. Nexus-König Salhadaar wurde getötet. Ameer blieb dabei ein Kommandant im Hintergrund, dessen Wirkung aus koordinierten Schlägen bestand. Er musste Ziele auswählen, Informationen zusammenführen und Kräfte einsetzen, die zahlenmäßig nicht mit einem großen Heer vergleichbar waren.
Dimensius an der Manaschmiede Ultris
Die größere Gefahr zeigte sich an den Ruinen der Manaschmiede Ultris. Dort erschien Dimensius selbst. Der Leerenfürst war jenes Wesen, das K'aresh verwüstet und die Astralen ihrer Körper beraubt hatte. Sein Auftauchen im Nethersturm machte aus Ameers Kampf gegen das Astralenreich erneut einen Krieg gegen den ursprünglichen Feind seines Volkes.
Das Protektorat stellte sich Dimensius mit Hilfe von Helden entgegen und schlug seine damalige Erscheinung zurück. Der Sieg bedeutete nicht, dass der Leerenfürst endgültig vernichtet war. Er verhinderte jedoch, dass sich die Katastrophe von K'aresh im Nethersturm wiederholte. Für Ameer verbanden sich dadurch zwei Aufgaben: Er musste die gefährlichen Entscheidungen seines eigenen Volkes bekämpfen und zugleich dessen größten äußeren Feind aufhalten.
Rückkehr nach K'aresh
Viele Jahre später kehrte Ameer in der Funktion eines Phasengenerals auf K'aresh zurück. Sein Rang und seine neue Rüstung spiegelten wider, dass aus dem Leiter eines abgelegenen Wachpostens ein Befehlshaber an der Front geworden war. Das Protektorat schloss sich mit dem Konsortium und Mittlern zum K'aresh-Trust zusammen.
Das Bündnis wollte die Schattenwache besiegen, Dimensius erneut entgegentreten und den Überlebenden eine Zukunft auf ihrer Heimatwelt ermöglichen. Ameer kämpfte bei der Manaschmiede Omega. Außerdem unterstützte er das Kartell Om und dessen Hoffnung, K'aresh nicht nur als Ruine oder Erinnerung zu behandeln. Die Rückkehr war damit keine einfache Heimreise, sondern der Versuch, einen Ort zurückzugewinnen, der durch die Leere grundlegend verändert worden war.
Ameers Bedeutung
Ameer verbindet die Geschichte der Astralen in der Scherbenwelt mit ihrer späteren Rückkehr nach K'aresh. Im Nethersturm konnte das Protektorat leicht wie eine weitere kleine Fraktion zwischen Händlern, Dämonen und Blutelfen wirken. Sein Hintergrund zeigt jedoch, dass dort ein Streit um die Zukunft eines ganzen körperlosen Volkes geführt wurde.
Der Kommandant steht für eine Antwort auf Verlust, die weder Vergessen noch schrankenlose Vergeltung verlangt. Er bekämpft das Astralenreich, weil dessen Rache neue Opfer schafft, und Dimensius, weil die ursprüngliche Bedrohung fortbesteht. Dass er Jahrzehnte später noch an der Front steht, macht seinen Weg zu einem langen Versuch, aus dem Überleben K'areshs wieder eine Heimat zu formen.