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Nexuskönig Salhadaar
Bosse

Nexuskönig Salhadaar

Salhadaar war Hohepriester und später König von K'aresh. Er versprach seinem Volk Schutz vor Dimensius, senkte jedoch die Schilde der Welt und führte die überlebenden Astralen heimlich in den Dienst ihres Zerstörers.

Der Hohepriester von K'aresh

Bevor K'aresh zerbrach, war Salhadaar Hohepriester und Vorsitzender des Rates der Orakel. Als erste Warnungen vor der Leere den Rat erreichten, tat er öffentlich so, als seien die Forschungen übertrieben. Im Verborgenen nahm er die Gefahr ernst und unterstützte jene, die nach einer Verteidigung suchten. Für kurze Zeit schien er ein Herrscher zu sein, der Panik vermeiden und zugleich handeln wollte.

Als Dimensius näher kam, gab Salhadaar sein Priesteramt auf und erklärte sich zum Hochkönig. Er rief zur Einheit auf, beschuldigte jedoch zugleich den späteren Locus-Walker und dessen Verbündete des Verrats. Schließlich ließ er die Schilde der letzten Bastionen senken. Ob die Leere ihm Macht versprach oder er unter der Aussicht auf den Untergang zerbrach, blieb sein Geheimnis. Für K'aresh war die Folge eindeutig: Dimensius erreichte die Welt.

Ein König der Überlebenden

Die K'areshi verloren ihre Körper und wurden zu Astralen, während ihre Heimat auseinanderbrach. Salhadaar führte einen Teil der Überlebenden in den Wirbelnden Nether. Er versprach Rache an Dimensius und sammelte jene um sich, die bereit waren, selbst die Leere gegen den Leerenfürsten einzusetzen. Aus diesem Kreis gingen das Ethereum und schließlich die Schattenwache hervor.

Die Rache war jedoch eine Täuschung. Salhadaar suchte die verstreuten Fragmente von Dimensius nicht, um sie zu vernichten, sondern um seinen Herrn wiederherzustellen. Selbst sein früherer Tod im Nethersturm beendete diesen Dienst nicht. Die Leere brachte ihn zurück, und in der Manaschmiede Omega verwandelte er die lange Geschichte seines Volkes in den letzten Abschnitt von Dimensius' Wiedergeburt.

Die Manaschmiede Omega

Unter Salhadaars Führung wurde die Manaschmiede zu einer vollständigen Kriegs- und Opfermaschine. Automaten filterten die Energie K'areshs, Loom'ithar erzeugte lebende Seide, Naazindhri band verlorene Seelen, und Araz leitete die Kraft zum Leerenfürsten. Die Schattenwache verteidigte nicht nur ihren König. Sie verteidigte eine Ordnung, in der ihr eigener Untergang als notwendiger Preis für Dimensius galt.

Salhadaar wartete hinter diesen Verteidigungen auf seinem königlichen Leerenflügel. Als die Schmiede Abschnitt für Abschnitt fiel, blieb ihm immer weniger von der Macht, die er um sich aufgebaut hatte. Dennoch hielt er an seinem Herrn fest. Er hatte so lange behauptet, das Überleben seines Volkes zu sichern, dass er dessen erneute Opferung als Erfüllung dieses Versprechens behandeln konnte.

Der letzte Wächter des alles Verschlingenden

Vor Dimensius stand Salhadaar als letzte bewusste Verteidigung. Sein Fall beendete den Widerspruch, der K'aresh seit seiner Zerstörung begleitet hatte: Der Mann, der die Überlebenden geführt hatte, war zugleich derjenige, der ihren Zerstörer zurückbrachte. Er verlor nicht nur einen Kampf, sondern die letzte Möglichkeit, seinen Verrat als Rettung auszugeben.

Xal'atath betrachtete ihn anschließend nicht als ebenbürtigen Verbündeten. Für sie war er ein lenkbarer Diener, dessen Treue benutzt werden konnte. Damit erhielt Salhadaar dieselbe Stellung, die er unzähligen Seelen in der Manaschmiede gegeben hatte. Er hatte sein Volk an eine größere Macht gebunden und endete selbst als Werkzeug einer Macht, die in seiner Loyalität vor allem Nützlichkeit sah.